VDI-Adventskalender 2016 / Tag 21

Ingenieur für Automatisierungstechnik

Mit der Erfindung des Fließbandes legte Henry Ford den Grundstein für die Automatisierungstechnik. Heute steckt in jeder Produktionsanlage die Arbeit von Automatisierungsingenieuren. In unserem VDI-Adventskalender sehen wir ihren Beruf genauer an. Wie verändert wohl die Digitalisierung ihre Arbeitswelt? Etwas zu gewinnen gibt es natürlich auch!Bild: Thomas Ernsting/ LAIFautomatisierungstechnik_702x363

Was ist ein Automatisierungsingenieur?
Ingenieure und Ingenieurinne für Automatisierungstechnik sorgen dafür, dass Fabriken und Gebäude funktionieren. Eine typische Aufgabe ist es, Produktionsprozesse zu optimieren. Das heißt, einzelne Abläufe aufeinander abzustimmen. Dafür entwickeln und installieren sie Anlagen und steuern Programme. Sie schulen Mitarbeiter und erstellen Wartungslisten für die Anlagen. So gewährleisten sie die funktionale Sicherheit in der Produktion. Automatisierungsingenieure arbeiten auch als Ingenieure im Kundendienst und fertigen individuelle Lösungen für Kunden an.

Die meisten Arbeitsplätze für Ingenieure in der Automatisierungstechnik gibt es vor allem in der Fertigung, Elektro- oder Automobilindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau. Sie sind auch in der Medizintechnik, Lebensmittel- oder Kunststoffindustrie tätig, z.B. im Bereich Forschung und Entwicklung.

Wie wird man Ingenieur für Automatisierungstechnik?
Es gibt zahlreiche Wege zum Automatisierungsingenieur. Universitäten und Fachhochschulen bieten den Studiengang Automatisierungstechnik als Bachelor- oder Masterprogramm an. Die Ingenieure benötigen Wissen aus dem Maschinenbau und Elektrotechnik, aber auch IT-Kenntnisse. Da es ein interdisziplinäres Fach ist, gibt es unterschiedliche Fächerkombinationen, z.B. mit IT, Elektrotechnik oder in Kombination mit Energiesystemen.

In den ersten Semestern erwerben die Studierenden Kenntnisse in Maschinenbau, Naturwissenschaften, Elektrotechnik, Informatik und auch in Betriebswirtschaft. Ab dem fünften Semester können sich die angehenden Ingenieure in verschiedenen Teilbereichen vertiefen. Dazu zählen beispielsweise Antriebssteuerung oder Robotik. In der Vertiefung geht es dann um Know-how in Programmieren, Informatisierungs- oder Messtechnik.

Einige Hochschulen bieten das Studium auch als Regelungstechnik, Steuerungstechnik, Robotik oder Prozessautomatisierung an. Nicht alle Studienfächer sind mit „Automation“ betitelt, fallen aber dennoch in den Bereich. Daher lohnt sich bei der Studienwahl ein genauer Blick auf die Studienschwerpunkte und Inhalte.

Wie verändert sich der Beruf in der Digitalen Transformation?
Alle Industriezweige profitieren von automatisierten Produktionsprozessen. Die Ingenieure für Automatisierungstechnik tragen wesentlich dazu bei, die Fertigung ständig zu verbessern und effizienter zu gestalten. Sie sind daher – gerade in der Industrie 4.0 – gefragter denn je. Die Arbeit in der Smart Factory fordert von den Mitarbeitern stärkeres Komplexitätsmanagement und Problemlösungsvermögen. Hier kommen die Automatisierungsingenieure ins Spiel, da sie Experten für Einzelkomponenten sind und gleichzeitig den Blick für das Gesamtsystem haben. Sie fungieren als Mensch-Maschine-Schnittstelle (*zu diesem Thema haben wir übrigens eine spannende Ingenieurgeschichte*). Der Ingenieur wird zunehmend zum Dienstleister.

Damit Unternehmen die technischen Möglichkeiten optimal nutzen können, brauchen sie transparentes Wissen. Transparenz unterstützt dabei, gute Entscheidungen zu treffen. Dadurch können mit der Industrie 4.0 neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten entstehen. Für Ingenieure in der Automatisierungstechnik bedeutet das vor allem, dass sie über ihre eigene Disziplin hinaus verstärkt mit anderen zielorientiert kommunizieren müssen. Mit Experten, anderen Abteilungen und Mitarbeitern. Der Ingenieur muss in der Lage sein, Mitarbeiter mitzunehmen und für Neues zu begeistern.

Übrigens: Mehr zum Thema Automation gibt es in unserer VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik oder besucht das 18. Branchentreff der Mess- und Automatisierungstechnik AUTOMATION 2017

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Zur heutigen Frage aus unserem VDI-Adventskalender verlosen wir zwei VDI-Laserpointer und USB-Sticks. Beantwortet uns bis heute Abend um 23:59 Uhr als Kommentar zu diesem Beitrag hier im Blog oder auf unserer Facebook-, Twitter-, Google Plus– oder LinkedIn-Seite folgende Frage: Wir haben zwei tolle Ingenieurgeschichten, die sich mit dem Thema Robotik befassen. Wie heißen die zwei Protagonisten der Geschichten?
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VDI-Jahresthema 2017: „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“
Unser Schwerpunktjahr der „Digitalen Transformation“ neigt sich dem Ende. Mit dem diesjährigen VDI-Adventskalender „24 Ingenieurberufe in der Digitalen Transformation“ wollen wir bereits frühzeitig unser VDI-Jahresthema 2017 einläuten: Unter dem Motto „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“ widmen wir uns im kommenden Jahr der Frage, wie Menschen in der digitalen Ökonomie lernen, arbeiten und sich bestmöglich aus- und weiterbilden. Teil unserer Kampagne zur Arbeit der Zukunft wird nicht nur das Berufsbild „Ingenieur 4.0“ sein, es erwarten Euch außerdem zahlreiche Publikationen, Beiträge in unserem VDI-Blog, FAQ und im Jahr der Bundestagswahl natürlich auch spannende politische Einblicke. Auch der Deutsche Ingenieurtag am 11. Mai 2017 steht ganz unter dem Motto Arbeit 4.0

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Autorin: Andrea Kreitsch
Position beim VDI: Presse-Volontärin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

 

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