VDI-Adventskalender 2016 / Tag 4

Ingenieur im Kundendienst

Sie sorgen für die Verfügbarkeit von Anlagen und Software sowie deren Instandhaltung. Wenn eine Maschine ausfällt, kommen sie ebenfalls zum Einsatz. Zusätzlich sind sie auch für die Vermarktung ihrer Dienstleistungen zuständig. Im Rahmen unseres VDI-Adventskalenders schauen wir uns den Beruf des Ingenieurs im Kundenservice genauer an und zeigen auf, welche Aufgaben er z.B. in einem Elektrotechnik-Unternehmen übernimmt. Etwas zu gewinnen gibt es natürlich auch.

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Was macht der Ingenieur im Kundenservice?
Ingenieurinnen und Ingenieure im Kundenservice oder After-Sales-Service von Industrieunternehmen sind verantwortlich für die überwiegend vertraglich zugesicherte Verfügbarkeit von Maschinen, Anlagen oder auch Software. Häufig führen sie ein Team von Servicetechnikern, mit dem sie Instandhaltungsdienste ausführen oder bei Störungsfällen zum Einsatz kommen. Neben diesen anspruchsvollen Aufgaben sind sie zunehmend auch für das aktive Marketing ihrer Dienstleistung zuständig. Auch der Verkauf von Ersatzteilen und deren Logistik gehören zu ihrer Tätigkeit. Aufgrund von Kundenkontakten und speziellen Produktkenntnisse sollten Ingenieure im Service eng mit dem Vertrieb und der Entwicklung ihrer Unternehmen zusammenarbeiten.

Wie wird man Ingenieur im Kundenservice?
Neben sehr guten Produktkenntnissen benötigt der Ingenieur im Service ein ausgeprägtes Organisationstalent. Der häufige Kontakt mit zum Teil auch unzufriedenen oder schwierigen Kunden erfordert eine hohe soziale Kompetenz. Kundenorientiertes Denken und Handeln sowie eine hohe Flexibilität und Leistungsbereitschaft sollten Stelleninhaber ebenfalls mitbringen. Durch die zunehmende Globalisierung sind sehr gute Englischkenntnisse sowie eine internationale Reisebereitschaft Grundvoraussetzungen.

Der Tätigkeit im Kundenservice gehen in der Regel einige Jahre in den Bereichen der Entwicklung oder Produktion voraus, um die nötigen Produkt- und Branchenkenntnisse zu erwerben und in Führungsaufgaben hineinzuwachsen. Ein klassischer Quereinstieg ist der Wechsel vom Inbetriebnahme- zum Serviceingenieur.

Der Ingenieur im Kundenservice bei Phoenix Contact
Bei Phoenix Contact kann der Kunde über mehrere Kanäle mit einem Ingenieur im Kundenservice in Berührung kommen. Ist ein Projekt in der Planungsphase, stehen ihm die Field Application Engineers im Vertrieb zur Verfügung, die ihn bei der Projektumsetzung und den erforderlichen Komponenten beraten. Von einem gemeinsamen Ideenaustausch bis hin zur kompletten Projektumsetzung ist hier alles möglich.

Hat der Kunde technische Fragen zu spezifischen Produkten oder ein technisches Problem, sind Spezialisten aus dem Hotline-Bereich der Automatisierung gefragt.

Während der Field Application Engineer über ein umfangreiches Wissen seiner Industrie verfügt, besitzt der Spezialist tiefes Wissen über bestimmte Produkte. Von der Unterstützung bei der einfachen Inbetriebnahme bis hin zum Nachstellen komplexer Problemstellungen ist in der täglichen Arbeit alles zu finden. Fällt eine Anlage aus und dem Kunden fehlt das Wissen oder die Werkzeuge, um sie wieder in Betrieb zu nehmen, findet sich der Spezialist schnell im Auto, auf dem direkten Weg zum Kunden, wieder.

Wie verändert die Digitalisierung den Beruf des Ingenieurs im Kundenservice?
Reichten in der Vergangenheit gute Produktkenntnisse sowie ein elektrotechnisches Verständnis aus, um die meisten Probleme lösen zu können, wird durch die zunehmende Digitalisierung vermehrt IT-Wissen benötigt. Besonders die Vernetzung im Zuge von Industrie 4.0, mit dem Fokus auf Sicherheit von Gesamtanlagen und Anlagenteilen, setzen tiefgehende Kenntnisse der Netzwerktechnik und der IT-Security voraus.

Auf der einen Seite wird durch die Digitalisierung das Aufgabenfeld des Ingenieurs im Kundenservice immer komplexer, doch stehen ihm auf der anderen Seite auch immer leistungsfähigere Werkzeuge zum Wissensmanagement und der Problemanalyse zur Verfügung.

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Zur heutigen Frage aus unserem VDI-Adventskalender verlosen wir zweimal eine USB LED-Leuchte für Euer Tablet, Laptop oder E-Book. Beantwortet uns bis heute Abend um 23:59 Uhr als Kommentar zu diesem Beitrag hier im Blog oder auf unserer Facebook-, Twitter-, Google Plus– oder LinkedIn-Seite folgende Frage: Ingenieure im Kundenservice sorgen für die Verfügbarkeit von Maschinen, Anlagen und …? Hashtag #vdiww nicht vergessen! Unter allen, die mitmachen, verlosen wir zweimal eine USB LED-Leuchte. Viel Glück! Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.vdi.de/teilnahmebedingungen.

VDI-Jahresthema 2017: „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“
Unser Schwerpunktjahr der „Digitalen Transformation“ neigt sich dem Ende. Mit dem diesjährigen VDI-Adventskalender „24 Ingenieurberufe in der Digitalen Transformation“ wollen wir bereits frühzeitig unser VDI-Jahresthema 2017 einläuten: Unter dem Motto „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“ widmen wir uns im kommenden Jahr der Frage, wie Menschen in der digitalen Ökonomie lernen, arbeiten und sich bestmöglich aus- und weiterbilden. Teil unserer Kampagne zur Arbeit der Zukunft wird nicht nur das Berufsbild „Ingenieur 4.0“ sein, es erwarten Euch außerdem zahlreiche Publikationen, Beiträge in unserem VDI-Blog, FAQ und im Jahr der Bundestagswahl natürlich auch spannende politische Einblicke. Auch der Deutsche Ingenieurtag am 11. Mai 2017 steht ganz unter dem Motto Arbeit 4.0.

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Dieter Moll_TW1Autor: Dieter Moll
Position beim VDI: Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Aufgaben im VDI: Betreuung der Fachbereiche Technischer Vertrieb & Produktmanagement sowie Produktentwicklung & Mechatronik

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