VDI-Adventskalender 2016 / Tag 5

Meteorologe

Wie wird das Wetter wohl morgen? Diese Frage stellen sich täglich viele. Die Antwort liefern Meteorologinnen und Meteorologen. Doch wie wird man eigentlich Wetterfrosch und was macht man als solcher genau beim Deutschen Wetterdienst vor dem Hintergrund der Digitalen Transformation? Für unseren VDI-Adventskalender haben wir bei Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst nachgefragt. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas.

Bild: Thomas Ernstingmeteorologe_702x363

Was macht ein Meteorologe?
Meteorologen beschäftigen sich vorwiegend mit der Vorhersage von Wetter und Witterung. Sie sammeln Daten und werten diese aus: Auf Wetterstationen in aller Welt beobachten und messen sie Luftdruck, Wind, Temperatur, Luftfeuchte, Sichtweite und Bewölkung. Doch beschäftigen sich Meteorologen mit weit mehr als der Wettervorhersage. Sie erforschen die Atmosphäre unserer gesamten Erde und arbeiten mit hochentwickelten Simulationsprogrammen, die Zustände und Prozesse in Ozean und Atmosphäre modellieren. Außerdem gibt es in der Meteorologie verschiedene Spezialgebiete: Agrarmeteorologen beispielsweise erforschen Pflanzenwachstum im Zusammenhang mit dem Klima, um vorauszusagen, wenn Ungeziefer auftreten kann. Medizinmeteorologen beschäftigen sich dagegen mit dem Wetter im Zusammenhang mit Allergien, Lufthygiene und Ozonaktivitäten.

Wie wird man Meteorologe?
Das Meteorologiestudium beschäftigt sich in den ersten Semestern vor allem mit Mathematik und Physik. Im weiteren Studienverlauf wird ein breites Wissen über verschiedene Bereiche der Meteorologie vermittelt, zum Beispiel statistische Methoden, Messtechnik und Chemie. Das Studium endet mit dem Abschluss Bachelor of Science bzw. Master of Science.

Herr Friedrich, Sie arbeiten beim Deutschen Wetterdienst. Was macht man als Meteorologe dort?
Als Diplom-, Master- oder Bachelor-Meteorologe kann man in den verschiedensten Bereichen im DWD eingesetzt werden. Die meisten Arbeitsplätze gibt es in der Wettervorhersage. In unserer Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach ist man dann zum Beispiel für die Herausgabe von Wetterwarnungen und Unwetterwarnungen. Ein sehr verantwortungsvoller Job! Dabei schreibt man auch Texte für das Internet und die DWD-Socialmedia-Kanäle. Bei Unwetterlagen hat man sogar die Chance im DWD-TV-Studio vor die Kamera zu treten und einen sogenannten Unwetterclip zu produzieren, der dann weltweit in YouTube zu sehen ist.

Weitere Arbeitsplätze gibt es im Klimabereich, in der Forschungsabteilung und im Bereich der Bedienung des DWD Supercomputers im Rechenzentrum.

Arbeit 4.0: Wie verändert sich der Beruf in der Digitalisierung?
Es geht immer mehr weg vom Medium Papier hin zu digitalen Medien. Neben der Bedienung diverser Internetplattformen beschäftigt man sich mit Socialmedia-Kanälen wie zum Beispiel YouTube, Facebook, Twitter, Instagram oder Flickr.

Wetterkarten werden nicht mehr mit Papier und Bleistift auf einem Leuchttisch gezeichnet, sondern auf Rechnern mit großen Bildschirmen und einem digitalen Griffel. Ein Vorteil hat diese neue Technik. Wenn man in so einer Schicht Feierabend hat, ist das Hemd zumindest nicht durch Bleistifte und Buntstifte schmutzig geworden.

+++Geschenke, Geschenke, Geschenke+++
Zur heutigen Frage aus unserem VDI-Adventskalender verlosen wir zwei VDI-Laserpointer-Stifte. Beantwortet uns bis heute Abend um 23:59 Uhr als Kommentar zu diesem Beitrag hier im Blog oder auf unserer Facebook-, Twitter-, Google Plus– oder LinkedIn-Seite folgende Frage: Was bedeutet das Wort Wetter? Hashtag #vdiww nicht vergessen! Viel Glück! Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.vdi.de/teilnahmebedingungen.

VDI-Jahresthema 2017: „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“
Unser Schwerpunktjahr der „Digitalen Transformation“ neigt sich dem Ende. Mit dem diesjährigen VDI-Adventskalender „24 Ingenieurberufe in der Digitalen Transformation“ wollen wir bereits frühzeitig unser VDI-Jahresthema 2017 einläuten: Unter dem Motto „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“ widmen wir uns im kommenden Jahr der Frage, wie Menschen in der digitalen Ökonomie lernen, arbeiten und sich bestmöglich aus- und weiterbilden. Teil unserer Kampagne zur Arbeit der Zukunft wird nicht nur das Berufsbild „Ingenieur 4.0“ sein, es erwarten Euch außerdem zahlreiche Publikationen, Beiträge in unserem VDI-Blog, FAQ und im Jahr der Bundestagswahl natürlich auch spannende politische Einblicke. Auch der Deutsche Ingenieurtag am 11. Mai 2017 steht ganz unter dem Motto Arbeit 4.0.

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Hanna_Büddicker_VDI1Das Interview führte: Hanna Büddicker
Position im VDI: Assistentin der Bereichsleitung Strategie und Kommunikation
Aufgabe im VDI: PR und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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16 Gedanken zu “Meteorologe

  1. Laut Wikipedia bezeichnet man als Wetter (vom althochdeutschen: wetar = Wind, Wehen) den spürbaren, kurzfristigen Zustand der Atmosphäre (auch: messbarer Zustand der Troposphäre) an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche, der unter anderem als Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze oder Kälte in Erscheinung tritt.

  2. Wetter: Die Ausprägung und die sich augenblicklich abspielenden Vorgänge des atmosphärischen Geschehens zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Region. Im zeitlichen Ablauf beschreibt Wetter den momentanen Zustand, Witterung bezieht sich auf einige Tage, Klima meint das langjährige, durchschnittliche charakteristische Wettergeschehen.

  3. Als Wetter (v. althochdt.: wetar = Wind, Wehen) bezeichnet man den spürbaren, kurzfristigen Zustand der Atmosphäre (auch: messbarer Zustand der Troposphäre) an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche, der unter anderem als Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze oder Kälte in Erscheinung tritt. #vdiww

  4. Wetter kommt von wetar = Wind, Wehen.

    Das Wetter umfasst die Zustände von Luftdruck, Wind, Temperatur, Luftfeuchte, Sichtweite und Bewölkung.

  5. „Als Wetter wird allgemein der augenblickliche Zustand der Atmosphäre beschrieben. Dabei sind die verschiedenen Wetterelemente und deren Zusammenspiel von Bedeutung. Zu diesen Wetterelementen, die man auch messen kann und die im Wetterbericht angegeben werden, zählt die Temperatur, die Windstärke und -richtung, Luftfeuchte, Ein- und Ausstrahlung, die Art und Menge des Niederschlags sowie der Luftdruck.“
    Quelle: http://www.daswetter.org/was-ist-das-wetter.html

    #vdiww

  6. #vdiww
    Wetter nach dwd.de:
    „Als „Wetter“ wird der physikalische Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem auch kürzeren Zeitraum an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet bezeichnet, wie er durch die meteorologischen Elemente und ihr Zusammenwirken gekennzeichnet ist.“

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