VDI-Adventskalender 2016 / Tag 22

Qualitätsingenieur

Heben, schütteln, rascheln. Wenn wir Geschenke unterm Baum hervorholen, prüfen wir zunächst die Packung genau. Auch nach dem Auspacken beäugeln wir das Geschenk kritisch und testen, was es alles kann. Erst, wenn wir zufrieden sind, strahlen unsere Augen. So ähnlich geht es auch Qualitätsingenieuren. In unserem VDI-Adventskalender schauen wir uns den Beruf des Qualitätsingenieurs genauer an. Sicherlich wollt ihr auch wissen, wie sich die digitale Transformation auf sein Berufsbild auswirkt.

Bild: Thomas Ernsting/LAIFqualitaetsingenieur_702x363

Was macht ein Qualitätsingenieur?
Qualitätsingenieurinnen und –ingenieure optimieren Produkte und Prozesse eines Unternehmens. Sie sind an der Entwicklung eines Produktes von Beginn an involviert, um Mängel direkt auszuschließen und Risiken gering zu halten. Entsteht ein neues Produkt, legen sie Qualitätsstandards fest und verantworten, dass die Qualitätsnormen und technischen Regeln eingehalten werden. Der Ingenieur prüft in jeder Entwicklungsphase, ob die vorgegebene Qualität erreicht wird. Wenn er technische Schwachstellen findet oder Funktionsstörungen identifiziert, gibt er Lösungsvorschläge und koordiniert die erforderlichen Maßnahmen. Er leitet Entwicklungsteams und unterstützt sie bei der Erreichung der Ziele.

Der Qualitätsingenieur ist sowohl im Büro als auch in den Produktions- und Werkstätten im Einsatz. Er hält Kunden und Auftraggeber auf dem Laufenden, tauscht sich ständig mit Entwicklern und anderen Mitarbeitern aus und klärt Lieferanten über den Qualitätsanspruch auf.

Wie wird man Qualitätsingenieur?
Die Arbeit als Qualitätsingenieur setzt ein Studium der Ingenieurwissenschaft voraus. Hierbei empfiehlt sich eine Spezialisierung wie Maschinenbau bzw. Produktionstechnik, IT-Ingenieurwissenschaften oder das Chemie- oder Bauingenieurwesen. Viele Ingenieurstudiengänge legen den Schwerpunkt auf Qualitätsmanagement. Die Studierenden können sich auch erst im Masterstudiengang Qualitätsingenieurwesen vertiefen.

Zudem qualifizieren verschiedene Weiterbildungen zum Qualitätsingenieur. Arbeitgeber erwarten oftmals Erfahrungen in Vertrieb, Entwicklung oder Fertigung.

In jedem Unternehmen bestimmt die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung über die Wettbewerbsfähigkeit. Daher können Qualitätsingenieure in allen Branchen und Industrien arbeiten, in denen ein gewisser Standard eingehalten werden muss. In einigen Bereichen sind sie zur Qualitätserhaltung besonders bedeutsam, zum Beispiel in der chemischen Industrie, Pharma- und Lebensmittelindustrie sowie in der Automobilbranche und im Gesundheitswesen.

Wie verändert sich der Beruf in der Digitalisierung?
Ein Begriff, der dem Qualitätsingenieur in der digitalen Transformation begegnet ist „Smart Factory“. Die intelligente Fabrik vernetzt die gesamte Produktion. Durch Vernetzung entsteht von eine wertschöpfungsorientierte Prozessgestaltung der Planung bis zur Ergebnisdokumentation. Neue Technologien sind hier im Einsatz und assistieren, wie RFID-Funkchips, vernetzte Sensoren und mobile Rechner. Mit diesen Mitteln kann eine Funktionsdiagnose und Fehlersuche durchgeführt werden, ohne in den Produktionsablauf einzugreifen. Der Ingenieur kann die Daten auswerten und an den entscheidenden Stellen eingreifen. So kann er die Produktionsprozesse dynamischer gestalten und schneller auf Störungen reagieren.

+++Geschenke, Geschenke, Geschenke+++
Zur heutigen Frage aus unserem VDI-Adventskalender verlosen zwei praktische VDI-Sets. In diesem Set gibt es einen KFZ-Ladestecker, einen Zollstock und einen Bildschirmreiniger für euer Smartphone oder Tablet. Beantwortet uns bis heute Abend um 23:59 Uhr als Kommentar zu diesem Beitrag hier im Blog oder auf unserer Facebook-, Twitter-, Google Plus– oder LinkedIn-Seite folgende Frage: An welche technischen Regeln können sich Ingenieure orientieren? Hashtag #vdiww nicht vergessen! Unter allen, die mitmachen, verlosen wir zwei praktische VDI-Sets. Achtung: Aufgrund der Feiertage geben wir die Gewinner erst Anfang Januar 2017 bekannt. Viel Glück! Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.vdi.de/teilnahmebedingungen.

VDI-Jahresthema 2017: „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“
Unser Schwerpunktjahr der „Digitalen Transformation“ neigt sich dem Ende. Mit dem diesjährigen VDI-Adventskalender „24 Ingenieurberufe in der Digitalen Transformation“ wollen wir bereits frühzeitig unser VDI-Jahresthema 2017 einläuten: Unter dem Motto „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“ widmen wir uns im kommenden Jahr der Frage, wie Menschen in der digitalen Ökonomie lernen, arbeiten und sich bestmöglich aus- und weiterbilden. Teil unserer Kampagne zur Arbeit der Zukunft wird nicht nur das Berufsbild „Ingenieur 4.0“ sein, es erwarten Euch außerdem zahlreiche Publikationen, Beiträge in unserem VDI-Blog, FAQ und im Jahr der Bundestagswahl natürlich auch spannende politische Einblicke. Auch der Deutsche Ingenieurtag am 11. Mai 2017 steht ganz unter dem Motto Arbeit 4.0

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Autorin: Andrea Kreitsch
Position beim VDI: Presse-Volontärin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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17 Gedanken zu “Qualitätsingenieur

  1. Arbeitsgruppen der entsprechenden Fachgremien wie VDI, VDE oder Berufsgenossenschaften schlagen technische Regeln vor, die den Stand der Technik widerspiegeln. z.B: Technische Regeln für Betriebssicherheit oder für Umgang mit Gefahrstoffen oder für Dampfkessel
    #vdiww

  2. An den über 2050 gültige VDI-Richtlinien. Diese enthalten Empfehlungen und Regeln im Bereich der Ingenieurwissenschaften und zum Stand der Technik. #vdiww

  3. Ingenieure können sich an die technischen Regeln halten, die von den Arbeitsgruppen der entsprechenden Fachgremien wie VDI, VDE oder Berufsgenossenschaften vorgeschlagen werden. Diese spiegeln den Stand der Technik wider. Hierzu zählen: Technische Regeln für Betriebssicherheit oder für Umgang mit Gefahrstoffen oder für Dampfkessel
    #vdiww

  4. Technische Regeln zur Orientierung der Ingenieure werden durch anerkannte Fachgremien (z.B. VDI, VDE oder Berufsgenossenschaften…) festgelegt. Durch die jeweils aktuelle Festlegung, Normierung und Regelung werden diese auch als Stand der Technik widerspiegelnd angesehen.

    #vdiww

  5. Sie orientieren sich an Normen, Gesetzen, Verordnungen und technischen Regelwerken der Fachgremien z.B. VDI, VDE. Zudem haben Firmen ihre eigenen Standards. #vdiww

  6. Ingenieure können sich an den technischen Regeln orientieren, die durch anerkannte Fachgremien (z.B. VDI, VDE oder Berufsgenossenschaften) verfasst und festgelegt wurden. Zudem sind natürlich auch evtl. vorhandene u.a. DIN-, ISO-Normen zu berücksichtigen. Durch die jeweils aktuelle Festlegung, Normierung und Regelung werden diese auch als Stand der Technik angesehen.

    #vdiww

  7. Sie orientieren sich an Normen, Gesetzen, Verordnungen und technischen Regelwerken der Fachgremien z.B. VDI, VDE. Zudem haben Firmen ihre eigenen Standards. #vdiww

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