VDI-Adventskalender 2016 / Tag 13

Verkehrsingenieur

Der Auftrag lautet: Etwas muss transportiert werden, mit einem bestimmten Verkehrsmittel, mit maximaler Verkehrssicherheit, optimaler Wirtschaftlichkeit und minimaler Umweltbeeinflussung. Wer kümmert sich um den Job? Der Verkehrsingenieur. Seine Aufgabe ist es, sich um das Zusammenwirken von Fahrzeugen, Infrastruktur und Wegesicherung eines Verkehrszweiges zu kümmern. Für unseren VDI-Adventskalender haben wir bei der Rheinbahn nachgefragt, wie sich der Beruf in der Digitalisierung verändern wird. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas.

Bild: Rheinbahn AG161116_vdi_ww_adventskalender_702x363_rheinbahn

Was macht ein Verkehrsingenieur?
Meist bekommen wir gar nicht viel von den Leistungen eines Verkehrsingenieurs mit – und das ist auch gut so, denn dann läuft alles reibungslos. Zu den Aufgaben dieser Experten kann die Planung und Durchführung des Betriebs von Verkehrsmitteln gehören. Der Verkehrsingenieur trägt dazu bei, optimale Verkehrsabläufe zu ermöglichen. Auch Verkehrs- und Transportlogistik können mit planerischen und ausführenden Maßnahmen sowie Instrumenten für den optimalen Verkehrsfluss und den Verkehr zwischen verschiedenen Orten eines Logistiknetzes zu den Aufgabenbereichen eines Verkehrsingenieurs gehören. Oberste Priorität hat natürlich die Sicherheit, denn der Verkehrsingenieur muss einen gefährdungs- und unfallfreien Verkehrsablauf gewährleisten.

Wie wird man Verkehrsingenieur?
Um Verkehrsingenieur zu werden, bieten sich verschiedene ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an. Bauingenieurwesen, Maschinenwesens (insbesondere Fahrzeugtechnik und Maschinenbau) und der Raum- bzw. Stadtplanung, entscheidend ist dabei der Studienschwerpunkt wie z. B. Verkehrsplanung und –technik. An den Technischen Universitäten Berlin und Dresden und auch an der Universität Stuttgart gibt es spezielle Studiengänge. In Berlin kann man seinen Bachelor im Verkehrswesen (B.Sc.) sowie ein Master in Planung und Betrieb im Verkehrswesen. An der TU Dresden existiert bereits seit den 50ziger Jahren der Studiengang Verkehrsingenieurwesen. An der Universität Stuttgart wird jeweils ein sechssemestriges Bachelor- und ein viersemestriges Masterstudium namens Verkehrsingenieurwesen seit 2012 (B.Sc.) bzw. 2015 (M.Sc.) angeboten.
Auch die Universitäten RWTH Aachen und TU Braunschweig haben ihr Angebot erweitert und jeweils den Studiengang Mobilität und Verkehr (B./M.Sc.) eingeführt. Darüber hinaus gibt es an der TU Dresden den Studiengang Bahnsystemingenieurwesen (M.Sc.) sowie an der TU Harburg das Studium Logistik, Infrastruktur und Mobilität (M.Sc.). Ein Bachelor- sowie Masterstudiengang im Verkehrswirtschaftsingenieurwesen (B./M.Sc.) kann an der Uni Wuppertal belegt werden.

Der Verkehrsingenieur bei der Rheinbahn
Verkehrsingenieure arbeiten häufig bei öffentlichen Einrichtungen, bei Städten oder Ländern. Aber auch Ingenieurbüros oder die Hersteller von Verkehrssignalanlagen wie Ampeln sind potenzielle Arbeitgeber. Auch die Rheinbahn, das Nahverkehrsunternehmen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf, beschäftigt Verkehrsingenieure. Wir haben bei Robert Aust nachgefragt, wie sich sein Beruf verändern wird.

Bild: Rheinbahn AGrobert_aust_rheinbahn

Verkehrsingenieur Robert Aust ist im Sachgebiet Verkehrsplanung für die Rheinbahn tätig.

Wie verändert sich der Beruf in der Digitalisierung?
„In den kommenden Jahren wird das Thema Big Data immer wichtiger. Schon heute nutzen Unternehmen wie Google unsere Bewegungsdaten, um beispielsweise Stauereignisse vorauszusagen und zielgerichtete Werbeangebote zu schalten. Die Antwort auf die Frage „Wer fährt wann wohin?“ hilft dem Verkehrsplaner dabei, effiziente Infrastrukturen aufzubauen und die Innenstädte mittels geschickter Verkehrslenkung vor dem Verkehrsinfarkt zu retten. Bewegungsdaten bieten aber auch die Möglichkeit, detaillierter denn je zu erkennen, auf welchen Strecken und zu welchen Uhrzeiten Verkehrsströme kanalisiert werden können – eine gute Hilfestellung bei der Planung von Bus- und Bahnlinien. Neben der Entwicklung im Bereich Big Data verändern aber auch neue Softwareentwicklungen das Berufsbild. Vor dem Einsetzen der Digitalisierung waren häufig Vorortbeobachtungen nötig. Diese können heute teilweise entfallen. Die Auswertung von Bewegungsdaten wird manche Verkehrszählung ersetzen, Modelle und Simulationen zeigen schon vor dem Bau Defizite einer geplanten Kreuzung auf, die zentrale Überwachung aller Ampelanlagen einer Stadt hilft bei der Analyse des Verkehrsablaufs, GPS und andere Ortungsverfahren unterstützen bei der Suche nach Ursachen für Verspätungen bei Bus und Bahn. Die Rheinbahn setzt hier auf moderne Software – bei der Suche nach Schwachpunkten im Netz, die Verspätungen verursachen, oder nach Ampeln, die uns und unseren Fahrgästen kostbare Zeit rauben und damit unserer Vision: Wir halten nur an Haltestellen im Weg stehen.“

+++Geschenke, Geschenke, Geschenke+++
Bild: VDIimg_5913Zur heutigen Frage aus unserem VDI-Adventskalender verlosen wir einen Jutebeutel und fünf Tassen mit Noppen von der Rheinbahn. Beantwortet uns bis heute Abend um 23:59 Uhr als Kommentar zu diesem Beitrag hier im Blog oder auf unserer Facebook-, Twitter-, Google Plus– oder LinkedIn-Seite folgende Frage: Wie viele Fahrzeuge sind für die Rheinbahn im Einsatz?Hashtag #vdiww nicht vergessen! Unter allen, die mitmachen, verlosen wir das Business-Set. Viel Glück! Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.vdi.de/teilnahmebedingungen.

VDI-Jahresthema 2017: „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“
Unser Schwerpunktjahr der „Digitalen Transformation“ neigt sich dem Ende. Mit dem diesjährigen VDI-Adventskalender „24 Ingenieurberufe in der Digitalen Transformation“ wollen wir bereits frühzeitig unser VDI-Jahresthema 2017 einläuten: Unter dem Motto „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“ widmen wir uns im kommenden Jahr der Frage, wie Menschen in der digitalen Ökonomie lernen, arbeiten und sich bestmöglich aus- und weiterbilden. Teil unserer Kampagne zur Arbeit der Zukunft wird nicht nur das Berufsbild „Ingenieur 4.0“ sein, es erwarten Euch außerdem zahlreiche Publikationen, Beiträge in unserem VDI-Blog, FAQ und im Jahr der Bundestagswahl natürlich auch spannende politische Einblicke. Auch der Deutsche Ingenieurtag am 11. Mai 2017 steht ganz unter dem Motto Arbeit 4.0

6490-dit-2007-key-visual-smart-germany-vdi-blog-702x363px

becker_cathrin_blogAutorin: Cathrin Becker
Position beim VDI: Pressereferentin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

Kommentare & Pingbacks

31 Gedanken zu “Verkehrsingenieur

  1. Laut der Internetseite des Unternehmens sind bei der der Rheinbahn 739 Fahrzeuge im Personenverkehr im Einsatz. Davon sind es 135 Stadtbahnen, 168 Straßenbahnen und 430 Omnibusse.

    #vdiww

  2. Die Rheinbahn nutzt zur Fahrgastbeförderung 739 Fahrzeuge, abzüglich der Vermieten KOMs aber nur 655. Hinzu kommen 21 historische Fahrzeuge. #vdiww

  3. Pingback: FISITA Kongress 2018 | VDI 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*