Einsparvolumen in Milliardenhöhe durch digitale Technologien

„Die Digitalisierung ist kein Jobkiller“

Der Einsatz digitaler Technologien in der Industrieproduktion bringt 8 Milliarden Euro Einsparung pro Jahr. Dies ist das Ergebnis unserer Pressekonferenz im Rahmen der Fachtagung Industrie 4.0.

Digitale Technologien sind aus der industriellen Produktion nicht mehr wegzudenken. Deutsche Unternehmen, insbesondere die kleinen und mittelständischen (KMU), nutzen sie allerdings noch zu zögerlich. Dabei wirken sie sich im Rahmen von Industrie 4.0 in der Produktion positiv aus. Wenn auch nur eine Digitalisierungstechnologie eingesetzt wird, führt dies zu einer Produktivitätssteigerung in Höhe von knapp 8 Milliarden Euro. Ebenso erhöht sich die Arbeitsproduktivität – um ganze 27 Prozent!

Dies geht aus unserer aktuellen Erhebung „Modernisierung der Produktion“ hervor, die das Fraunhofer Institut für System und Innovationsforschung (ISI) gemeinsam mit der Hochschule Karlsruhe im Auftrag des VDI ausgewertet hat. Der VDI hat diese Ergebnisse jetzt im Rahmen der Industrie 4.0 Tagung des VDI Wissensforums in Düsseldorf präsentiert.

Digitalisierung erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung am Produktionsstandort Deutschland und ist kein Jobkiller“, fasste VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer die Ergebnisse der Erhebung zusammen. Ungeheuer forderte daher insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen auf, mehr und schneller in die Digitalisierung und ihre Technologien zu investieren. Das sichere die Wettbewerbsfähigkeit. „Nur so halten wir auch künftig Produktion und Arbeitsplätze in Deutschland“, betont der VDI-Präsident.

Die Studie zeigt: Alle Industrieunternehmen – große wie kleine – profitieren enorm von Digitalisierungstechnologien. Dabei nutzen größere Unternehmen digitale Technologien bislang bis zu drei Mal mehr als KMU. Setzen Unternehmen die Technologien ein, bedeutet dies allerdings für sie immer auch einen erheblichen Investitionsaufwand. „Für KMU könnte ein fokussiertes Vorgehen bei der Technologieeinführung angebracht sein, um sich anfänglich nicht zu übernehmen“, empfiehlt Prof. Dr. Steffen Kinkel, Hochschule Karlsruhe. Der Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten ist bei den KMU noch vergleichsweise schwach ausgeprägt. Gerade hier liegen Potenziale verborgen, die durch Industrie 4.0 gehoben werden können.

An der laut Kinkel größten Studie im deutschen verarbeitenden Gewerbe haben sich 1282 in Deutschland ansässige Betriebe unterschiedlicher Größenklassen beteiligt. Die Ergebnisse sind daher aussagefähig. Die Teilnehmer gaben dabei an, welche Digitaltechnologien sie nutzen. Die Studie wurde in drei Technologiefelder kategorisiert: Digitale Managementsysteme, Drahtlose Mensch-Maschine-Kommunikation und Vernetzte Systeme.

Übrigens: Unser Statusreport „Arbeitswelt Industrie 4.0“ gibt den aktuellen Diskussionsstand aus Sicht von Arbeitswissenschaftlern und Ingenieuren wider.

Marco Dadomo_3Autor: Marco Dadomo
Aufgaben im VDI: Pressesprecher

 

 

 

VDI-Jahresthema 2017: „SMART GERMANY – Arbeit in der Digitalen Transformation“
Mit der digitalen Transformation steht ein Strukturwandel bevor, der die Art und Weise, wie Menschen leben, arbeiten und wirtschaften fundamental verändern wird. Unter dem Motto „SMART GERMANY – Arbeit in der Digitalen Transformation“ widmen wir uns im Jahr 2017 mit unserem Jahresthema der Frage, wie Menschen in der digitalen Ökonomie lernen, arbeiten und sich bestmöglich aus- und weiterbilden können. Teil unserer Kampagne zur Arbeit der Zukunft wird nicht nur eine Analyse des Berufsbilds „Ingenieur 4.0“ sein, es erwarten Sie außerdem zahlreiche Publikationen, Beiträge im VDI-Blog, FAQ und im Jahr der Bundestagswahl auch spannende politische Einblicke. Auch der Deutsche Ingenieurtag am 11. Mai 2017 steht ganz unter dem Motto Arbeit 4.0. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.vdi.de/arbeit40.

Kommentare & Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*