Wir sind VDI / Januar 2017

„Zettel und Stift machten mich zum VDI-Mitglied“

Aus der Not heraus wurde Finn Wanger 2013 VDI-Mitglied: Er suchte Zettel und Stift. Heute arbeitet er als Maschinenbauingenieur in Kanada. Im Interview erzählt er uns, dass er nur noch Mitglied ist, weil er einst vergessen hatte zu kündigen. Danach wurde er stellvertretender Arbeitskreisleiter in Flensburg und hat 2015 den internationalen EYE-Kongress für Nachwuchsingenieure mitorganisiert.

Hallo Finn, bitte stell dich kurz vor.
Moin, ich bin Finn Wanger, arbeite derzeit als Maschinenbauingenieur bei unserer Tochterfirma FFG Canada. Ich wurde aus Flensburg entsendet, um die technische Koordination zwischen Flensburg und Kanada zu übernehmen.

Bild: VDIFinn Wagner

Finn Wanger (2.v.l.) mit VDI-Direktor Ralph Appel (1.v.l) beim Fußball-Länderspiel Deutschland vs. Tschechien.

Seit wann bist du im VDI und warum bist du damals eingetreten?
Ich bin seit 2013 im VDI, und warum ich eingetreten bin, darf ich eigentlich gar nicht erzählen. Ich wollte zur Vorlesung in die FH und hatte meine Tasche zu Hause vergessen. Ich benötigte dringend einen Stift und Zettel, um den Tag an der FH produktiv zu verbringen. Durch Zufall war gerade der VDI an der Hochschule und ich wurde angesprochen. Die nette Dame hat mir viel über den Verein erzählt und gesagt, dass Neumitglieder ein Begrüßungspacket mit einem Stift und einem Zettel erhalten. Das war der Grund warum ich an dem Tag eingetreten bin!
Letztendlich war es der wichtigste Block mit Stift, den ich bisher gebraucht habe!

Was bedeutet es für dich, Ingenieur zu sein?
Ingenieure sind für mich die Lenker des technischen Systems. Es geht nichts über gute Mechaniker und Zeichner, aber es braucht auch immer einen Kopf, der das alles koordiniert. Ich habe selbst technischer Zeichner gelernt und bin über den zweiten Bildungsweg an die FH gekommen. Für mich war nach einem Jahr in der Lehre klar, dass ich nicht das „Werkzeug“ sein will. Ich wollte die Prozesse mitgestalten und konstruieren. Deswegen bin ich Ingenieur geworden.

Inwiefern beeinflusst die digitale Transformation deine Arbeit? Fühlst du dich auf die Anforderungen genügend vorbereitet?
Wir bauen schwere Kettenfahrzeuge. Das ist keine Massenproduktion, sondern eher eine Manufaktur. Ich selber bin nicht wirklich von der digitalen Transformation betroffen. Deswegen habe ich mich damit aktuell nicht genug auseinandergesetzt.

Welche Rolle spielt für dich der VDI?
Zuerst spielte der VDI in meinem Leben keine große Rolle. Ich wollte eigentlich kündigen, hatte es dann aber vergessen. Allerdings bereue ich das keine Sekunde. Ich bin froh, dass ich das vergessen habe, denn sonst hätte ich sehr viel nicht erlebt und mich nicht so gut vernetzt.

Ich bin durch den Arbeitskreisleiter von Flensburg sehr schnell aktiv geworden. Als stellvertretender Arbeitskreisleiter habe ich Firmenbesichtigungen und andere studentische Aktivitäten mitorganisiert. In all den Jahren habe ich keinen Kongress der Studenten und Jungingenieure verpasst.

Dann kam 2015 das EYE-Projekt und ich wurde Mitglied der Projektgruppe. Das war die beste, aber auch die anstrengendste Erfahrung im VDI. Wir haben zusammen einen europäischen Kongress der Jungingenieure im Rahmen der Hannover Messe organisiert.

Was wünscht du dir in Zukunft vom VDI?
Ich wünsche mir, dass das Netzwerk immer weiter wächst. Zudem hoffe ich, dass wir mehr für die Jungingenieure machen, um diese im VDI zu halten. Es ist echt schade, dass viele den VDI verlassen, ohne genau zu wissen, welche Erfahrungen das Netzwerk einem bringen könnte.

Hast Du auch Interesse an einer Mitgliedschaft bei uns im VDI?
Alle Vorteile der Mitgliedschaft im Überblick.

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