Studenten und Jungingenieure auf Exkursion

Zu Besuch im CERN und bei den United Nations (UN)

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Wir, die Studenten und Jungingenieure vom VDI-Bezirksverein Frankfurt-Darmstadt e.V., wollten das ereignisreiche Jahr 2016 mit einem besonderen Ereignis abschließen. Am 7. und 8. Dezember stand also die Exkursion nach Genf an, um dort die Vereinten Nationen (UN) und die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) zu besichtigen. Es war die erste Exkursion in Kooperation mit dem Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI) und der Hochschulgruppe Darmstadt. Mit insgesamt 48 Personen sind wir in die Schweiz gefahren.

UN, Vielschichtigkeit unter nicht immer einfachen BedingungenBild: VDI Hochschulgruppe Darmstadtun-in-genf
Bild: VDI Hochschulgruppe Darmstadtun-gruppenfuehrungKaum in Genf angekommen, führten uns zwei Guides durch die Gebäude der Vereinten Nationen. Neben dem Hauptsitz in New York ist Genf ihr zweiter Hauptsitz.Mehr als 1.600 Mitarbeiter halten hier mit den Diplomaten der 193 Mitgliedsländern über 8.000 Sitzungen jährlich ab.

Nach dem zweiten Weltkrieg und der Gründung der UN gilt bis heute als oberstes Ziel einen weiteren Weltkrieg zu verhindern.

Die Führung durch die Gebäude und Sitzungssäle gab uns einen guten Überblick. Insbesondere die großen Sitzungssäle mit 500 bis 700 Sitzplätzen hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Danach folgte ein Vortrag von Herrn Ventzislav Kotetzov, der als Anwalt und Diplomat bei der UN im Bereich Handel und Entwicklung arbeitet. Er zeigte in einem Vortrag auf, wie Finanztransaktionen und Investitionsverträge im globalen Weltmarkt abgeschlossen werden. Eine wirklich vielschichtige Arbeit unter nicht immer einfachen Bedingungen.

Am Abend haben wir dann das weihnachtlich geschmückte Genf erkundet. Die schöne Altstadt und der Genfer See, äußerst sehenswert!Bild: VDI Hochschulgruppe Darmstadtgenfer-see-bei-nacht

Das Forschungszentrum CERN
Am nächsten Tag ging es zum Forschungszentrum CERN. Im Besucherzentrum führte uns ein Vortrag in die Forschung am CERN ein. Das Forschungszentrum ist ein Internationales Projekt und hat zurzeit 22 Mitgliedsstaaten. Mit seinen etwa 3.200 Mitarbeitern ist es das weltgrößte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik. Über 10.000 Gastwissenschaftler aus 85 Nationen arbeiten an verschiedenen Experimenten interdisziplinär zusammen.

Bild: VDI Hochschulgruppe Darmstadtcern-cms-detektor

Am CERN wird physikalische Grundlagenforschung betrieben. Bestehende Modelle werden überprüft und Abweichungen von bisherigen Modellen oder Annahmen erkundet. Mit Hilfe von Teilchenbeschleunigern erforschen die Mitarbeiter den Aufbau von Materie. Uns wurde deutlich, wie komplex die Themengebiete sind und wie weitreichend die Konsequenzen sein können.

Der schwerste Teilchendetektor, der jemals gebaut wurde
Nach dem einleitenden Vortrag sind wir mit dem Bus über die Ländergrenze nach Frankreich gefahren, um dort das „CMS- Experiment“ genauer zu begutachten. Der CMS (Compact Muon Solenoid) ist der schwerste Teilchendetektor, der jemals an einem Beschleuniger gebaut wurde.

In vier Kleingruppen, wurden wir dann nacheinander durch die Gebäude am CMS geführt. Wir waren auch im Kontrollraum, wo alle gesammelten Informationen ankommen und die gesamten Abläufe gesteuert werden.

Am Standort des CMS fuhren wir mit dem Aufzug in den Untergrund. Einhundert Meter tief. Hier wurde uns erst das Ausmaß der Technik und der Forschung richtig bewusst. Besonders faszinierend ist die Verarbeitung der sehr großen Anzahl an Daten, die gesammelt werden und wofür eine Vielzahl an technischen Geräten notwendig ist. Hier arbeiten Wissenschaftler aus unterschiedlichen Nationen zusammen, damit Ergebnisse erzielt werden können.

Beim Mittagessen in der Kantine auf dem CERN-Gelände konnten wir persönliche Gespräche mit den Wissenschaftlern führen. Danach besuchten wir zum Abschluss die Ausstellung am CERN Besucherzentrum. Dort wurden nochmal alle Informationen rund um das Forschungszentrum anschaulich dargestellt. Dabei wurden auch die Arbeitsweisen und das Leben als Forscher am CERN thematisiert.

Bild: VDI Hochschulgruppe Darmstadtgruppenfoto_cern_vdi-hochschulgruppe-darmstadt

Auf der Rückfahrt waren sich alle Teilnehmenden einig: Die Exkursion zur UN und zum CERN war ein sehr spannendes und gewinnbringendes Ereignis. Besonders der Kontrast zwischen Politik und Wissenschaft auf internationaler Ebene war beeindruckend. Wenn die Diplomaten und Politiker bei der UN genauso friedlich und zielführend zusammenarbeiten würden, wie es die internationalen Wissenschaftler am CERN tun, wären so manche Konflikte bereits gelöst.

Mehr über den Arbeitskreis Studenten und Jungingenieure Darmstadt, Hochschulgruppe Darmstadt

Bild: privatlukas-gummersbachAutor: Lukas Gummersbach studiert Wirtschaftsingenieurswesen mit der Fachrichtung Maschinenbau an der Hochschule Darmstadt und engagiert sich ehrenamtlich als stellvertretender Arbeitskreisleiter im VDI Bezirksverein Frankfurt-Darmstadt e.V.

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