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Richtiges Heizen und Lüften spart Geld

Mit unseren Tipps zum richtigen Heizen und Lüften könnt Ihr nicht nur Energiekosten sparen, sondern schont auch noch Eure Gesundheit und Eure Wohnung. Denn durch Kälte und zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung kann sich Schimmel bilden und im schlimmsten Fall zu Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, gereizten Schleimhäuten oder Seh- und Konzentrationsschwäche führen.

Bild: file404 & Sascha Preussner/ShutterstockHeizen und Lüften spart Geld

Der einfachste Weg Heizkosten zu sparen ist es, nicht oder nur wenig zu heizen, so scheint es zumindest. Zwar spart Ihr bei jedem Grad weniger in der Wohnung etwa sechs Prozent an Heizkosten ein; doch lasst Ihr die Wohnung zu weit abkühlen, dauert es viel zu lange, um die Räume wieder aufzuheizen. Und behaglich wird es auch nicht, wenn Ihr immer nur kurz aufheizt. Für die thermische Behaglichkeit ist nämlich nicht die Lufttemperatur allein entscheidend, sondern auch die durch die Wandtemperatur bestimmte Strahlungstemperatur.

Wie kann ich bei der Heizkostenabrechnung sparen?
Idealerweise liegt die Zimmertemperatur tagsüber zwischen 20 °C (Wohnzimmer) und 23 °C (Kinderzimmer, Badezimmer). Wer die Raumlufttemperatur nachts dann von 20 auf 17 °C senkt, spart damit bereits einige Prozent Energiekosten.

Zwar sind die Heizkörper meist kein modischer Hingucker, sollten deswegen aber nicht zugestellt oder mit dicken Vorhängen versteckt werden. Denn nur wenn sich die Wärme ungehindert in den Räumen verteilen kann, muss weniger geheizt werden und es fallen weniger Kosten an.

Auch das regelmäßige Entlüften der Heizungsanlage senkt die Rechnung um 15 Prozent. Fangen die Heizkörper an zu gluckern oder werden nicht mehr richtig warm, ist es Zeit, sie zu entlüften. Am besten tut Ihr das einmal im Jahr vor Beginn der Heizperiode.

Weiteres Sparpotenzial bietet das Abdichten von Fenstern und Türen. Sind Fenster und Türen absolut dicht, kann das eine Kostenersparnis von 30 Prozent bringen. Dafür müssen lediglich ein paar Euro in aufklebbare Isolierbänder oder einfache Zugluftstopper investiert werden.

Auch der Bodenbelag senkt die Rechnung. Fliesen, Stein- oder Holzböden sind zwar pflegeleicht, Läufer oder Teppiche darauf ändern jedoch das Kälteempfinden. Räume, die zuvor als zu kalt empfunden wurden, werden dadurch als rund zwei Grad wärmer wahrgenommen. Das Minus auf der Heizkostenabrechnung liegt Euch also praktisch zu Füßen, denn allein durch diese Wahrnehmung wird die Heizung nicht höher gestellt.

Bild: Sascha Preussner / Shutterstock20150224_vdi_rl_300x300-v1-t2Wenn Ihr diese Tipps bereits befolgt, Euch Eure Energiekosten aber trotzdem zu hoch erscheinen, haben wir die Frage „Was tun, wenn die Heizkostenabrechnung zu hoch ist?“ beantwortet.

 

 

Wieso hilft richtiges Lüften dem Geldbeutel und der Gesundheit?
Schimmel fühlt sich in den Winkeln der Außenwände oder neben schlecht isolierten Fenstern wohl. Außerdem liebt er eine hohe Raumluftfeuchtigkeit. Die Schimmelsporen setzen sich an Wänden und Möbeln fest. Nicht nur, dass das nicht schön aussieht, es kann Euch auch krank machen.

Soweit muss es aber nicht kommen. Abhilfe schafft das richtige Lüften. Am effektivsten ist eine regelmäßige Stoßlüftung. Dazu öffnet Ihr am besten morgens nach dem Aufstehen alle Fenster und Türen für ein paar Minuten komplett und dreht gegebenenfalls die Heizung runter. Durch diese Stoßlüftung kühlen Räume und Wände nicht zu sehr aus, wie es bei permanent gekippten Fenstern der Fall ist, was wiederum dafür sorgt, dass weniger geheizt werden muss.

Feuchtigkeit als Schimmelursache lässt sich im Alltag nicht vermeiden. In Küche oder Bad fällt z.B. in kurzer Zeit relativ viel Feuchtigkeit an. Damit sich diese jedoch nicht in andere Räume ausbreitet, sollten während des Kochens oder Duschens die Türen geschlossen und danach die Fenster geöffnet werden. Hat das Bad weder Fenster noch Ventilator, muss die Tür jedoch geöffnet bleiben, damit sich die Feuchtigkeit darin nicht ansammeln, sondern verteilen kann. Danach empfiehlt sich eine Stoßlüftung der gesamten Wohnung.

Sind eure Räume vor allem im Winter nicht vernünftig geheizt, regt das ebenfalls die Schimmelbildung an. Sinkt die Temperatur auf unter 12 °C kondensiert die Luftfeuchtigkeit schnell an den kalten Wänden. Kondenswasserbildung lässt sich dadurch vermeiden, dass Türen zu wenig beheizten Zimmern geschlossen bleiben und die Heizkörper so eingestellt sind, dass sie eine Raumtemperatur zwischen 12 und 15° C halten.

Bild: file 404/ ShutterstocklüftenWenn Ihr trotz dieser Tipps Schimmel in der Wohnung habt, findet Ihr hier einige Tipps, wie die Luft in Eurer Wohnung am besten untersucht werden sollte und was unsere Richtlinien der Reihen VDI 4300 und VDI 4301 damit zu tun haben.

 

 

philipp-busse-foto.256x256Autor: Philipp Busse
Position im VDI: Junior Pressereferent
Aufgaben im VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Social Media

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