DART Racing

Unser Team für die Formula Student Germany 2017

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Schneller als gedacht ist es wieder soweit, die Vorbereitungen für die Formula Student Germany (FSG) sind längst in vollem Gange. Daher wird es nun auch Zeit, dass wir euch mit unserem super sympathischen Team bekannt machen. Dürfen wir vorstellen: Das TU Darmstadt Racing Team e.V. (DART). Wie weit das DART Car bereits ist und welche Pläne das Team für diese Saison hat, erzählen uns die Studierenden im Interview.Bild: TU Darmstadt Racing TeamLambda2016 Skidpad

Wie ist euer Team entstanden und seit wann seit ihr bei der FSG dabei?
Als Student einen eigenen Rennwagen entwerfen, entwickeln und fertigen – diese Idee begeisterte Studenten der TU Darmstadt schon 2005. So gründeten sie damals unseren Verein TU Darmstadt Racing Team e.V. Das erste fahrfertige Auto, der Verbrenner alpha2006, konnte direkt auf dem ersten deutschen Formula Student Wettbewerb in Hockenheim teilnehmen.

Wie startet ihr diese Saison in den Wettbewerb?
Mittlerweile sind wir auf Elektroantriebe (FSE) umgestiegen und bauen dieses Jahr unseren 12. Rennwagen, den μ2017 (my 2017“) – das erste allradbetriebene Fahrzeug in unserer Vereinsgeschichte. Doch das ist nicht der einzige, riesige technischen Umstieg! Wir haben uns im Frühjahr 2016 als eines der ersten Teams weltweit entschieden, FSG Logoauch an dem neu angekündigten Wettbewerb Formula Student Driverless (FSD) teilzunehmen. Dafür bauen wir den lambda2016 des letzten Jahres zu dem vollkommen autonom fahrenden Rennwagen μ-D2017 um. Ausgestattet mit viel Sensorik wird er in der Lage sein, seine Umgebung selbst wahrzunehmen, eine Strecke zu planen und durch ein umfassendes Regelungskonzept diese eigenständig abzufahren.

Das klingt aufregend! Wie wollt ihr das umsetzen?
Um diese zwei großen Entwicklungssprünge in nur einem Jahr verwirklichen zu können, bildete unsere Teamleitung schon im Sommer eines der bisher größten Teams in der Vereinsgeschichte: Wir sind fünfzig aktive Mitglieder aus mehr als acht Fachrichtungen. Während die Teams in den ersten Vereinsjahren größtenteils aus angehenden Wirtschaftsingenieuren und Maschinenbauingenieuren bestand, haben wir mittlerweile 14 Informatiker – eine Veränderung die besonders durch den neuen Wettbewerb Driverless gefördert, aber auch generell notwendig wurde.

Was macht euer Team aus?
Neben der für ein deutsches Team lang zurückreichenden Vereinshistorie ist eine weitere Besonderheit, dass DART als eines von nur wenigen Teams in der Formula Studenten sowohl seine Reifen als auch die Motoren (mit Sponsoren in enger Kooperation) selbst entwickelt. Dank dieser Exklusivbauteile konnten wir auch in den vergangenen Saisons mit unseren heckgetriebenen Fahrzeugen in einem von Allradfahrzeugen dominierten Umfeld konkurrenzfähig bleiben. Das ist auch der Grund dafür, dass wir als „Hecktriebler“ immer wieder, für viele überraschend, bei Disziplinen wie z.B. dem Skidpad um die vordersten Plätze konkurrieren konnten. So auch letztes Jahr bei unserem 11. FSG Event, in welchen wir beim Skidpad nur knapp hinter dem KIT Karlsruhe den zweiten Platz belegten. Insgesamt konnten wir somit in Hockenheim den 10 Platz erreichen.

Wow! Aber das klingt auch nach einer Menge Arbeit. Wie viele Stunden pro Woche seid ihr denn an eurem Fahrzeug beschäftigt?
In der Tat verlangt eine Teilnahme in unserem Verein all seinen Mitgliedern sehr hohen Einsatz ab. Denn nur so können wir gut abschneiden. Das bedeutet minimal 15 Stunden bis zu teilweise mehr als 80 Stunden die Woche für die Teamleitung. Dafür hat man aber auch die Möglichkeit den Zyklus einer kompletten Bauteilentwicklung zu durchlaufen und dabei nicht die kostengünstigste Variante entwickeln zu müssen. Das heißt wir können (fast) ungeachtet des finanziellen Aspektes das Bauteil optimal auf die Anforderungen im Fahrzeug anpassen und auch außergewöhnliche Neuentwicklungen umsetzen. Diese Möglichkeit bietet sich nur den Wenigsten in Rahmen ihres Studiums.

Letztes Jahr habt ihr am Formula Student Driverless Concept Award teilgenommen. Wie 31 weitere Teams aus Europa, Amerika und Asien habt ihr ein Konzept entwickelt. Und den zweiten Platz belegt. Starke Leistung! Wie habt ihr das geschafft?
Unser Konzept unterschied sich von vielen anderen dadurch, dass wir auf Ganzheitlichkeit Wert gelegt haben. So könnten die Anforderungen an ein FSD Auto progressiv von Saison zu Saison steigen. Wir wollten den Wettbewerb für möglichst viele Teams, auch in den nächsten Jahren so attraktiv wie möglich gestalten.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal unseres Entwurfs war auch der Grad an Kreativität. So stellten wir eine mögliche neue Disziplin, den „Freestyle“, vor. Hierbei könnte das Auto auf einer leeren Fläche 90 Sekunden lang beliebige Fahrmanöver, beispielsweise Drifts, Einparken oder gar driftendes Einparken, demonstrieren. Wir haben uns zudem besonders verschiedenen Aspekten der Informatik gewidmet, um das autonome System so ausfallssicher und geschützt vor äußeren Einflüssen wie möglich zu machen. Unser Konzept überzeugte die Jury und so haben wir den zweiten Platz des Concept Awards erreicht! Ein Erfolg, auf den wir beim ersten regulären FSD Wettbewerb dieses Jahres aufbauen wollen.Bild: KleinTeam DART 2016, FSG Team

Welche Herausforderungen werden euch dieses Jahr begegnen?
Für die größten Entwicklungsschritte dieser Saison war eine sehr ausführliche Planung notwendig. Unser Leitungsteam aus 10 Personen bildete sich bereits im Mai 2016 und plante bis September die kommende Projektsaison durch. Dazu gehörten unter anderem die Personalplanung, Technische Ziele und Schwerpunkte aber auch Sponsoring und Finanzierungskonzepte. Insbesondere für unser Driverless-Projekt stellte dies eine der spannendsten, aber auch schwierigsten Phasen dar, weil wir mit einem „weißen Blatt“ begonnen haben und Entscheidungen zu Sensorik- oder Hardwarekonzepte ohne jegliche Erfahrung im Verein zu solchen Themen treffen musste.

Wie weit seid ihr denn schon?
Momentan sind wir von der Planungsphase, über die Einarbeitungs-, Konzept- und Designphase in die Fertigungsphase übergegangen. Das Formula Student Driverless-Auto, das auf einem bereits fertigen Fahrzeug basiert, unterliegt derweil einem anderen zeitlichen Rhythmus. Zwar befinden sich einige Bauteile, genau wie die Komponenten des µ2017, momentan in der Fertigung; gleichzeitig werden aber auch schon Sensoren und Kameras ausführlichen Tests unterzogen. Unmittelbar an die Fertigungsphase schließt sich die Montagephase an, bei der die Fahrzeuge aus den Einzelkomponenten aufgebaut werden. Nach aktuellem Stand werden wir Ende Mai diesen Jahres sowohl autonom als auch allradgetrieben fahren. Bevor die fertigen Boliden dann auf den Formula Student Events in Ungarn, Deutschland und Spanien an den Start gehen, werden sie ausführlich optimiert und getestet – ein Muss für Fahrzeuge, die auf umfassende Regelungstechnik setzen.

Und bevor weder der µ2017 noch der µ-D2017 auch nur einen einzigen Testkilometer absolviert haben, beginnt für die Teamleitung des nächsten Jahres schon wieder die Planung für die Saison 2018.


Bis zum diesjährigen FSG-Event, das vom 8. bis 13. August in Hockenheim stattfindet, zeigen wir Euch hier im Blog und auf den VDI-Social-Media-Kanälen in Video- und Textbeiträgen den Weg der Vorbereitung unseres VDI-Teams.
Auch im vergangenen Jahr haben wir ein Team begleitet. Hier gibt es alles zur FSG und zum Herkules Racing Team.

Das Interview führte: Andrea Kreitsch
Position beim VDI: Presse-Volontärin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne und externe Kommunikation

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