Wir sind VDI / April 2017

VDI – für mich eine wichtige Ergänzung zum Studium

Lukas Kluy ist VDI-Mitglied und überzeugt davon, dass die digitale Transformation die Zukunft der Arbeit in vielen Bereichen bestimmen wird. Neben der technischen Entwicklung müsse auch die gesellschaftliche Dimension in die Betrachtung der Veränderungen einbezogen werden. Warum der VDI dabei als Netzwerk eine Schlüsselrolle spielt und ihm bei der Selbstreflexion hilft, erklärt uns der Arbeitskreisleiter der Studenten und Jungingenieure Darmstadt im Interview.

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Lukas KluyLukas, bitte stell dich kurz in maximal 140 Zeichen vor.
Hi! Ich bin Lukas Kluy, studiere Maschinenbau – Mechanical and Process Engineering an der TU Darmstadt und leite die VDI-Hochschulgruppe an der TU sowie Hochschule Darmstadt.

Seit wann bist du im VDI und warum bist du damals eingetreten?
Vor drei Jahren war ich beim Kongress der Studenten und Jungingenieure in Berlin dabei und traf dort auf so viele motivierte Gleichgesinnte, dass ich mich direkt für eine VDI-Mitgliedschaft entschieden habe. Die interessanten Veranstaltungen und Workshops meines lokalen Bezirksvereins Frankfurt-Darmstadt und die hilfsbereiten Personen brachten mich dann auch zu der ehrenamtlichen Arbeit im Arbeitskreis der Studenten und Jungingenieure.

Bild: VDI Hochschulgruppe DarmstadtLukas Kluy bei den Studenten und Jungingenieuren Darmstadt

Lukas Kluy bei den Studenten und Jungingenieuren Darmstadt

Was bedeutet es für dich, Ingenieur zu sein?
Ich halte Ingenieurinnen und Ingenieure für wichtige Innovationstreiber und den Ingenieurberuf für einen Schlüsselberuf, Technologien für die Anwendung nutzbar zu machen. Besonders interessant finde ich die enorme Vielseitigkeit. Zum einen ist ein breites Grundlagenwissen aus allen Bereichen der Naturwissenschaften wichtig, zum anderen ist die Spezialisierung in ein bestimmtes Thema unabdingbar. Als Werksstudent in einer kleinen Sondermaschinenbaufirma erlebe ich jeden Arbeitstag den Spagat zwischen diesen beiden Welten. Ich freue mich, mit Kreativität und systematischem Problemlösen die technische Zukunft mitgestalten zu dürfen.

Inwiefern beeinflusst die digitale Transformation deine Arbeit? Fühlst du dich auf die Anforderungen genügend vorbereitet?
Ich bin fest davon überzeugt, dass die digitale Transformation die Zukunft der Arbeit in vielen Bereichen bestimmen wird. Wir haben nun die Chance, diesen Prozess mitzugestalten und in die richtige Richtung zu lenken. Dabei ist vor allen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche von der Informatik über den Maschinenbau bis zu den Gesellschaftswissenschaften notwendig.

Konkret kann ich in der Prozesslernfabrik CiP der TU Darmstadt die Methoden der Industrie 4.0 anschaulich verstehen und vertiefen. Hier wird ein wertstromübergreifender Informationsaustausch zwischen beliebigen Punkten in der Wertkette in Echtzeit erforscht. Vernetzte Produktentstehungsprozesse, Mensch-Roboter-Kollaboration und der digitale Zwilling spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle. Neben der technologischen Betrachtung der digitalen Transformation finde ich eine philosophische Diskussion und die damit einhergehende Verantwortung der Ingenieurinnen und Ingenieure gegenüber der Gesellschaft wichtig. Beides, sowohl die technische als auch die gesellschaftliche Dimension ist mir in meinem Studium schon begegnet.

Im Rahmen der VDI Zukunftskonferenz „humanoide Roboter“ hatte ich auch die Chance, mit Personen aus Forschung und Wirtschaft über Themen wie künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit zu sprechen. Ein ausführliches Statement habe ich im „Bericht aus der Welt der Roboter“ dargestellt.

Welche Rolle spielt für dich der VDI?
Der VDI ist enorm facettenreich, ich entdecke ständig neue interessante Bereiche. Für mich ist der VDI vor allem ein gut organisiertes Netzwerk, in dem viele verschiedene Fachrichtungen und Meinungen aufeinander treffen. Darüber sind gewinnbringende Kooperationen und die Erweiterung des eigenen Horizonts möglich.

Besonders interessant finde ich es, mit dem Team der Hochschulgruppe gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren und den VDI auf Messen zu vertreten. Sowohl der Bezirksverein Frankfurt-Darmstadt als auch die Hauptgeschäftsstelle in Düsseldorf unterstützt uns mit unglaublichem Engagement. So kann ich als Student Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Projekten sowie der Zusammenarbeit der motivierten Teammitglieder sammeln. Besonders fasziniert bin ich davon, wie viel wir gemeinsam in einem guten Team erreichen können. So konnten wir unter anderem schon eine mehrtägige Exkursion zum CERN und zu den Vereinten Nationen in der Schweiz sowie verschiedene Workshops in Kooperation mit Unternehmen für eine Vielzahl von Studierenden realisieren.

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Der VDI ist für mich außerdem eine wichtige Quelle für ständiges Training von Soft Skills. In Seminaren zu Themen wie Verhandlungsführung, Rhetorik, Kreativtechniken und Projektmanagement bietet der VDI die Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren und zu verbessern. Der VDI ist für mich eine sehr wichtige Ergänzung zum universitären Studium. Ich kann mit voller Überzeugung empfehlen, im VDI aktiv zu sein.

Bild: VDI Hochschulgruppe DarmstadtSoft Skills

Was wünscht du dir in Zukunft vom VDI?
Eine zentrale Aufgabe des VDI sehe ich in Zukunft darin, das bestehende Netzwerk weiter zu stärken und damit ein Forum für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu bieten. Diese Kompetenz halte ich in den Zeiten von Industrie 4.0 und der digitalen Transformation für unabdingbar, da die Veränderungsprozesse in den Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterschiedlich schnell und in unterschiedlicher Form ablaufen. Darüber hinaus kann der VDI durch sein Netzwerk schnell auf neue Technologien reagieren und somit beratend tätig sein. So wird der VDI in Zukunft auch verstärkt im politischen Geschehen auftreten, sinnvolle Weiterbildungsmaßnahmen empfehlen und den Ingenieursnachwuchs begeistern können. Für die Zukunft muss der VDI in allen Bereichen zur aktiven Mitarbeit aufrufen – denn ein Netzwerk lebt nur durch seine aktiven Mitglieder. Getreu dem Motto: Sprecher, Gestalter, Netzwerker.


Übrigens: Hier gibt es die Aktivitäten der VDI Hochschulgruppe Darmstadt im Überblick.
Wollt ihr außerdem mehr darüber erfahren, wie wir die Arbeit der Zukunft gestalten? Dann seht euch gern den VDI 12-Punkte-Plan zur Arbeit der Zukunft an.

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