Workshops auf dem VDI-Doktorandentag 2017

Crowdfunding für Ingenieure

Junge Akademiker über die Promotion informieren, sie auf ihrem Weg unterstützen und für ihre weitere Karriere coachen: Das ist das Ziel des VDI-Doktorandentags. Gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) lädt der VDI Interessierte am 19. und 20. Mai nach Cottbus ein. Studierende und Promovierende erwartet ein vielfältiges Angebot und verschiedene Workshops. In einem geht es zum Beispiel um das Thema Crowdfunding. Wir haben mit dem Referenten Artur Krutsch vorab gesprochen. Anmeldungen sind möglich unter www.doktorandentag.de

Bild: Greg Rakozy, unsplash.com, CC0sciencestarter-cc0

 

 

 

 

 

 

 

Herr Krutsch, was ist eigentlich genau Crowdfunding und wer kann es betreiben?

Crowdfunding in einem Satz: Viele Menschen (crowd) finanzieren (fund) gemeinsam ein Projekt. Im Konkreten heißt das, dass auf Startnext, wo wir unsere Page betreiben, jeder, der eine Idee hat, ein Projekt anlegen kann. Ohne Kosten und ohne Risiko. Er oder sie setzt eine Fundingsumme fest, die zur Realisation des Projekts benötigt wird, und bietet Gegenleistungen, die Dankeschöns an. In der Wissenschaft können das eine Postkarte von der Forschungsreise für 10 Euro, bis zur Patenschaft eines Ameisenbärs für 200 Euro sein. Dabei gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip: Nur wenn mindestens 100 Prozent der festgesetzten Summe erreicht werden, erhält der Projektstarter das Geld.

Was erwartet die Besucher von dem Workshop?

Bild: Alena SchmickArtur Krutsch ist Experte für Crowdfunding.

Artur Krutsch ist Experte für Crowdfunding.

Das wichtigste beim Crowdfunding mit Sciencestarter ist gute Wissenschaftskommunikation: Wie kann ich jemanden in kürzester Zeit, davon überzeugen, dass mein Forschungsprojekt so wichtig ist, dass er dafür Geld gibt? Nachdem wir uns einen kurzen Überblick über Crowdfunding und Wissenschaftskommunikation verschaffen, wird es auch schnell praktisch. In Gruppen werden genau wie auf der Plattform fiktive Crowdfunding-Projekte entwickelt und vor der gesamten Gruppe gepitcht. Die anderen Teilnehmer können nun Spielgeld verteilen und Dankeschöns kaufen. Gemeinsam schauen wir, welche Projekte, warum erfolgreich sind.

Wie passen Crowdfunding und Doktorandentag zusammen?

Doktoranden stehen oft vor der Frage: Wie finanziere ich meine Forschung? Gleichzeitig wollen immer mehr junge Forscher, dass ihre Promotion nicht nur von einem kleinen Kreis von Experten gelesen wird. Sie bloggen, twittern, stellen sich bei Science Slams auf die Bühne oder machen Webvideos. Mit Crowdfunding lässt sich beider verbinden. Doktoranden kann eine Öffentlichkeit für ihre Forschung begeistern und gleichzeitig Geld sammeln.

Inwieweit ist Crowdfunding auch für promovierende Ingenieure interessant?

Manchmal fehlen nur einige tausend Euro um das Forschungsprojekt realisieren zu können. Zu viel, um es selber zu finanzieren, zu wenig oder unpassend für einen DFG-Forschungsantrag. In so einem Fall ist Crowdfunding eine transparente Möglichkeit an das benötigte Geld zu kommen. Nicht wenige Starter konnten durch eine überzeugendes Crowdfunding-Projekt Stiftungen oder Firmen überzeugen, das Forschungsvorhaben auch nach dem Crowdfunding zu unterstützten. Auch für Ingenieure ist Crowdfunding eine gute Möglichkeit sich und die eigene Forschung für spätere Arbeitgeber zu präsentieren.

Vielen Dank für das Interview.

Hier geht’s zur Anmeldung.

Hanna_Büddicker_VDI1Das Interview führte: Hanna Büddicker
Bereich im VDI: Public Affairs und Kommunikation
Aufgabe im VDI: PR und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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