Ingenieure in der Start-Up-Szene

Simulation für jeden Ingenieur auf der Welt

Start-Ups gewinnen derzeit immer mehr an Bedeutung. Grund genug, uns das einmal mit der Ingenieurbrille genauer anzusehen: Wie sieht der Alltag in einem Start-Up aus, wie spielt man ein Produkt weltweit aus und inwiefern kann der VDI dabei helfen? Als Beispiel haben wir uns das aus der TU München hervorgegangene Start-up SimScale ausgesucht. SimCale hat ein klares Ziel: Das Unternehmen möchte allen Ingenieuren auf der Welt Simulation ermöglichen und hat dazu eine kostenlose cloudbasierte Simulationsplattform für Studierende sowie kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt. Der VDI hat den Maschinenbau-Ingenieur Milad Mafi, der viele Simulations-Workshops leitet, u.a. auch beim diesjährigen Kongress der VDI Studenten- und Jungingenieure, ein paar Fragen zu seinem Alltag gestellt.

Bild: VDI / Bildschön BerlinmafiHerr Mafi, stellen Sie sich bitte kurz vor.
Mein Name ist Milad Mafi und ich arbeite für das Start-Up SimScale. Ich habe Maschinenbau studiert und beschäftige mich seit über 10 Jahren mit Simulation.

Sie arbeiten für das Münchener Start-Up SimScale, was ist das für ein Start-Up?
Wir sind eine Ausgründung der TU München und haben die erste browserbasierte Simulations-Plattform entwickelt. Diese vereint ein breites Repertoire an Simulationswerkzeugen aus den Bereichen Strömungsmechanik, Strukturmechanik und Thermodynamik unter einer intuitiven Benutzeroberfläche und stellt diese gemeinsam mit der benötigen Rechenkapazitäten bedarfsgerecht zur Verfügung. Damit möchten wir Simulation, dir bisher nur großen, finanzstarken Unternehmen vorbehalten war, „demokratisieren“ und für jeden Ingenieur auf der Welt zugänglich machen.

Bild: SimScaleSimulationen wie diese sollen für jeden Ingenieur weltweit möglich sein.

Simulationen wie diese sollen für jeden Ingenieur weltweit möglich sein.

Wie muss man sich den Alltag bei einem Start-Up-Unternehmen vorstellen?
Bei uns treffen Entscheidungswege von kleinen Mittelständern auf ein weltweites Geschäftsmodell mit 80.000 Nutzern und einem zweistelligem jährlichen Wachstum. Dies erforderte bestimme organisatorische Herangehensweisen und Strukturen. Zudem unterliegen unsere personellen wie auch finanziellen Ressourcen als Start-Up bestimmten grenzen. Daher ist es für jeden einzelnen Mitarbeiter von hoher Bedeutung seine eigene Zeit möglichst effektiv und gewinnbringend einzusetzen, was ein hohes Pensum an Eigenverantwortung für die eigene Arbeitsweise aber auch die eigenen Ergebnisse mit sich bringt.

Welche Skills braucht ein Ingenieur in Start-Up Umfeld im Vergleich zur Arbeit in einem Unternehmen?
Dass hängt in großen Teilen von der persönlichen Meinung und dem konkreten Unternehmen ab. In meinen Augen sind Selbstständigkeit und Lernfähigkeit die wichtigsten Eigenschaften, die ein Bewerber mitbringen sollte.

Sie kennen den VDI aus der Zeit Ihres Studiums – warum würden Sie die VDI-Mitgliedschaft an jemanden empfehlen?
Wir als Ingenieure können uns sehr glücklich schätzen mit dem VDI eine relevante Organisation hinter uns zu wissen, die unsere Interessen gegenüber Politik und Gesellschaft auf höchster Ebene artikulieren und vertreten kann. Gleichzeitig bietet der VDI verschiedenste Möglichkeiten sich mit anderen ambitionierten Ingenieuren zu vernetzen und auszutauschen: Egal ob auf lokaler Ebene in den Orts- und Bezirksverbänden oder im Rahmen der zahlreichen Fachtagungen und Veranstaltungen.

Exklusiv für VDI-Mitglieder organisiert SimScale Ende Juni einen kostenfreien Online-Workshop zum Thema Simulation.
Noch kein Mitglied bei uns im VDI? Dann schaut Euch doch mal die vielen Vorteile einer VDI-Mitgliedschaft an.

Bild: VDImaekinnen-minna-201705Das Interview führte: Minna Mäkinen
Position beim VDI: Strategie und Marketing
Aufgabe im VDI: Die Marketing-Kommunikation rund um die Marke VDI

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