Neue Wettbewerbsklasse startet 2017

Formula Student goes driverless

Wir starten in die  Formula Student Germany (FSG)-Woche am Hockenheimring. Die Saison erwartet die internationalen Studierendenteams diesen Sommer mit einer großen Neuerung: Formula Student goes driverless! Zum ersten Mal können Studierende ein autonomen Rennwagen bauen und in der neuen Wettbewerbsklasse Formula Student Driverless (FSD) gegeneinander antreten.
Bild: FSG/ Elena Schulzimg_8426-bearbeitet

Eine neue Wettbewerbsklasse, warum?
Die Automobilbranche steht vor einem neuen Zeitalter: Mehr Sicherheit, Effizienz und Entlastung prägen die Mobilität der Zukunft. Autonomes Fahren ist dafür ein bedeutendes Innovationsfeld. Dieses Trendthema der Automobilindustrie haben die Organisatoren der FSG identifiziert. Im Jahr 2010 konnte die Formula Student Electric (FSE) erfolgreich in die FSG – und später auch bei Formula-Student-Events weltweit – etabliert werden. Nun war es an der Zeit, einen neuen Trend im Wettbewerb zu setzen. Denn die FSG möchte weiterhin innovativer Veranstalter sein. „Zudem wollen wir den Nachwuchs für die zukünftigen Aufgaben in der Automobilbranche qualifizieren“, erklärt Tim Hannig, Vorsitzender der FSG. So ist die neue Klasse Formula Student Driverless (FSD) entstanden.

Spielregeln der Formula Student Driverless
Dieses Jahr gehen die selbstfahrenden Fahrzeuge an den Start. Dafür musste im Vorfeld auch ein technisches Reglement erarbeitet werden. Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Bild: FSGFSG LogoDaher wollte das Organisations-Team von den Studierenden erfahren, welchen Herausforderungen sie sich stellen möchten. Im „Formula Student Driverless Concept Award“ durften fünfzehn Teams 2016 ihre Ideen in Hockenheim vorstellen. Ihre Konzepte haben maßgeblich zum neuen Regelwerk beigetragen. Auch für diesen Wettbewerb gilt dasselbe wie für die anderen Klassen: Sicherheit ist die Grundlage fürs Fahren. Deswegen ist ein Funknotaussystem und Mindestanforderungen an ein Notbremssystem verpflichtend. Es kann das Fahrzeug im Notfall von außen anhalten.

Einem Auto das Denken beibringen

Elektrifizierung und Digitalisierung erfordern neue Denkweisen, neue Problemlösungsstrategien und neue Kompetenzen. Einem Auto beizubringen, wie es Situationen erkennt und richtig reagiert, ist eine große Herausforderung. Die Autos müssen ihre Umgebung wahrnehmen, analysieren und jederzeit die Kontrolle behalten können. Ingenieure brauchen dafür interdisziplinäre Kompetenzen. Unterschiedliche Disziplinen wie Elektronik, Informatik und Konstruktion müssen eng zusammenarbeiten – das gilt natürlich auch für die Studierendenteams, die an der FSD teilnehmen.
Wie in den anderen Wettbewerbsklassen, wird es auch bei der FSD ein Skidpad und ein Beschleunigungsrennen geben. Das Beschleunigungsrennen wird eine autonome Abbremsphase erfordern. Schließlich wird es eine Kombination aus Autocross und Endurance geben.

Das Interesse am Wettbewerb ist groß

„Mit über 30 Einreichungen für den 2016 erstmals weltweit ausgeschriebenen Formula Student Driverless Concept Award wurden unsere Erwartungen übertroffen“, bestätigt Ludwig Vollrath. Er ist im FSG-Board für internationale Beziehungen zuständig und von Beginn an beim Event am Hockenheimring dabei. Das Thema beschäftigt die Studierenden intensiv. Bereits fünfzehn Teams haben sich für die FSD angemeldet.

…Und wie findet ihr die neue Formula Student Driverless? Wir freuen uns über eure Kommentare

Autorin: Andrea Kreitsch
Position beim VDI: Presse-Volontärin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

 

 

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