Smarte Technologien auf Agritechnica

Alle wichtigen Hersteller von Landtechnik kommen zur weltgrößten Landtechnikmesse, der Agritechnica. Der Branchentreff zieht Profilandwirte, Lohnunternehmer und Händler, aber auch Ingenieure und Wissenschaftler aus aller Welt an. Dieses Jahr werden mehr als 2.500 Aussteller aus 53 Ländern vertreten sein. Damit wird Hannover vom 12. bis 18. November 2017 wieder das weltweit bedeutendste Schaufenster der Branche sein.

Bild: DLGagritechnica

Beim Veranstalter Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Wir freuen uns, dass DLG-Projektleiterin Marie Servais uns Auskunft rund um die Branchenplattform und den Mega-Event Agritechnica gibt.

Frau Servais, Was macht die Agritechnica aus?
Vor zwei Jahren kamen rund 451.000 Besucher, darunter 98.000 aus dem Ausland, zur Agritechnica. Und warum? Die Landtechnikmesse ist das Neuheiten-Schaufenster für Hersteller. Sie richten ihre Innovationszyklen sogar auf die Messe aus und stellen ihre Innovationen hier dem Weltmarkt vor. Damit unterstreicht die Agritechnica einmal mehr ihre führende Stellung als weltweit wichtigstes Forum zur Präsentation und Markteinführung neuer Maschinen und Geräte in der Landtechnik.

Wir sind schon gespannt, denn dieses Jahr haben die Aussteller mehr als 300 Neuheiten bei uns eingereicht. Eine von der DLG eingesetzte, unabhängige und internationale Expertenkommission begutachtet die angemeldeten Neuheiten und prämiert richtungsweisende Entwicklungen mit dem „Innovation Award Agritechnica 2017“ in Gold und Silber – das ist unser Highlight dieses Jahr.

Bild: DLGagritechnica_dlgWas sind die Trends auf der Messe?
Die Agritechnica präsentiert sich in diesem Jahr unter dem Leitthema „Green Future – Smart Technology“. Damit wollen wir nachhaltiges Wirtschaften mit intelligenter und effizienter Technik verbinden und zum Ausdruck bringen.

Prinzipiell decken wir auf der Agritechnica alle Bereiche der Landtechnik ab. Ein übergreifender Trend ist aber sicherlich die zunehmende Vernetzung der Applikationen. Landwirtschaft wird zunehmend zu einem Hightech-Bereich. Mit Precision Farming werden auf einem Feld Teilflächen angepasst mit Dünger oder Pflanzenschutzmitteln versorgt. Inzwischen rückt mit SMART Farming zunehmend die Einzelpflanze in den Fokus. Die Verarbeitung großer Datenmengen, vielfach in Echt-Zeit, und der Einsatz autonomer Systeme stehen vor dem Übergang in die Praxis. Obwohl das bei vielen Arbeitsfeldern noch Zukunftsmusik ist, zeichnet sich dieser Trend schon jetzt ab.

Der Bereich Systems & Components hat sich zu einer Spezialmesse innerhalb der Agritechnica entwickelt. Wen wollen Sie mit diesem Ausstellungsteil besonders ansprechen?
Das stimmt, die „Systems & Components“ bietet eine internationale Plattform für Systeme, Module, Komponenten und Zubehör für Landtechnik und affine Industrien. Damit lernen die Besucher Neuheiten aus den Bereichen Motoren, Hydraulik, Achsen, Antriebstechnik, Kabinen, Elektronik, Ersatz- und Verschleißteile und entsprechende Software kennen. Mittlerweile haben sich Maschinen aus dem Landwirtschaftsbereich und deren Komponenten zu hochkomplexen Einheiten entwickelt. Die optimale Interaktion zwischen Komponenten spielt heute eine wesentliche Rolle, wenn mobile Anwendungen optimal funktionieren sollen. Die „Systems & Components“ steht daher in diesem Jahr unter dem Leitthema „Stay connected“. Außerdem ermöglicht sie Expertendialoge, Kooperationsgespräche und Geschäftskontakte.

Gibt es auf der Agritechnica denn auch spezielle Angebote für den Nachwuchs?
Ja, wir organisieren mit „Campus & Career“ einen eigenen Karrierebereich auf der Agritechnica. Hier gibt es alles rund um die Themen Beruf, Weiterbildung und Karriere sowie Forschung und Wissenschaft. Damit bieten wir Jobsuchenden und jungen Berufseinsteigern eine Anlaufstelle zur beruflichen Orientierung in der Landtechnik- und Agrarbranche.

Neben Ausstellerständen zur Personalrekrutierung präsentieren sich etablierte Angebote wie der Young Farmers Day, Campus und DLG-Karriere- und Berufsberatung. Ergänzend dazu gibt es ein breites und spannendes Programm – nicht nur für den landtechnischen Nachwuchs. Natürlich sind auch Hochschulen und Forschungsinstitute vertreten. Sie informieren unter anderem über verschiedene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie über neuartige Studiengänge in der Agrar- und Landtechnikbranche. Hier können aber auch Gespräche über die aktuelle Forschung an den Hochschulen geführt werden.

Erstmalig in diesem Jahr wird an zwei Tagen eine Karrieremeile angeboten. Hier treffen die Besucher am 15. und 16. November 2017 auf zusätzliche Infostände von Unternehmen.

Seit Jahren ist der VDI Partner auf der Agritechnica. Wie schätzen Sie die Kooperation ein?
Wir freuen uns über die Partnerschaft mit dem VDI. Ingenieure sind – natürlich neben den Fachleuten mit agrarwissenschaftlichen Hintergrund – eine wichtige Zielgruppe für die Agritechnica.

Für VDI-Mitglieder stellen wir daher ein Kontingent kostenfreier Eintrittskarten zur Verfügung.

Seit vielen Jahren veranstaltet der VDI seine Internationale Tagung LAND.TECHNIK unmittelbar vor Eröffnung der Messe als Auftaktveranstaltung zur AGRITECHNICA. Inzwischen können wir hier über 1.000 Experten aus Industrie und Wissenschaft aus aller Welt begrüßen, die aktuellen Entwicklungen in der Landtechnik und neuesten Ergebnisse aus der Forschung diskutieren. In seinem traditionellen Pressegespräch zur Agritechnica greift der VDI aktuelle landtechnische Themen auf, die sich auf der Messe widerspiegeln. Auf dem Max-Eyth-Abend, auf dem auch die Goldmedaillen für die Neuheiten verliehen werden, tritt der VDI als ideeller Träger auf.


Besuchen Sie den VDI auf dem Bereich Systems & Components, Halle 17 Stand G01. VDI-Mitglieder können unter Angabe ihrer Mitgliedsnummer e-Gutscheine für kostenfreie Tageskarten (14.-18. November) unter meg@vdi.de anfordern. Angebot, so lange der Vorrat reicht!

Das Interview führte: Dr. AndrBild: VDIdr-andreas-herrmanneas Hermann
Position beim VDI: Technisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter
Aufgaben beim VDI: Ansprechpartner Fachbereich Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik

 

 

Bild: DLGmarie_servaisName: Marie Servais
Unternehmen DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft)
Position im Unternehmen: Projektleiterin Agritechnica

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