VDI-Wettbewerb Wohnen 4.0 Sieger

Wohnen 4.0: jung und modular

Bild: Bäcker, Ebbert, Langkamp visualisierung-2-gebaeudeecke_kopie

Die Jury war sich selten so einig wie in diesem Jahr: Das Team der Universität Stuttgart überzeugte mit dem besten Gesamtkonzept beim VDI- Wettbewerb Integrale Planung „Wohnen 4.0“ und gewann den ersten Preis des unter der Schirmherrschaft des BMUB stehenden Wettbewerbs. Im Interview verraten sie uns ihre Motivation für den Wettbewerb, ihr Erfolgsgeheimnis und mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen hatten.

Bild: Daniela Döhringfoto-2-daniela-doehring-dasf-20170623

Stellt Euch doch bitte kurz vor
Wir, Hans Christian Bäcker und Tim Ebbert, studieren schon seit Beginn unseres Studiums Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart. Während wir uns in den letzten Zügen unseres Masterstudiums befinden hat unser drittes Teammitglied Stefan Langkamp gerade sein Masterstudium als Bauingenieur begonnen.

Warum habt Ihr beim VDI-Wettbewerb mitgemacht?
In den letzten Jahren konnten wir immer wieder bei unseren Kommilitonen die aktuellen Wettbewerbsaufgaben und Ergebnisse des VDI Entwurfs verfolgen. Schlussendlich war es jetzt an der Zeit einmal selber am VDI Wettbewerb teilzunehmen. Unter dem Thema Wohnen 4.0 konnten wir uns zunächst nichts vorstellen, waren aber bereit herauszufinden, welche Aufgabe der VDI dieses Jahr den Studenten stellt.

Bild: Bäcker, Ebbert, Langkamp visualisierung-1-vogelperspektive_kopie

Bild: Bäcker, Ebbert, Langkamp visualisierung-3-innenraum-fertig_kopieWas ist Euer Erfolgsgeheimnis?
Der Wunsch und die Suche nach attraktivem, bezahlbarem Wohnraum ist nicht nur ein Thema was uns interessiert hat, sondern uns noch viele Jahre persönlich betreffen wird.

Aus diesem Grund haben wir unsere Ideen und Entwürfe über das ganze Semester hinweg sehr kritisch hinterfragt. Nach vielen Diskussionen und langen Abenden entstand endlich ein Gebäude, in dem wir uns selbst vorstellen konnten zu wohnen. Mit dem Gefühl ein tolles Konzept gefunden zu haben, hatten wir Spaß daran das Projekt bis ins Detail durchzuspielen.

Bild: Bäcker, Ebbert, Langkamp img_0297Wo lag beim Wettbewerb für Euch die besondere Herausforderung?
Wir haben sehr viel Zeit benötigt, um die vielen Anforderungen an das diesjährige Thema Wohnen 4.0 zu definieren. Erst haben wir festgelegt, was wir unter „jungem Wohnen“ oder auch einer „modularen Bauweise“ verstehen. Dann konnten wir nach Lösungen suchen. In einer späteren Phase wurde uns immer klarer, dass wir nicht allen Anforderungen an das Gebäude im gleichen Maß gerecht werden können. Nach vielen Untersuchungen haben wir dann entschieden, auf welche Punkte wir uns besonders konzentrieren wollen.

Was nehmt Ihr aus der Arbeit für den Wettbewerb für Euch aus beruflicher und auch persönlicher Sicht mit?
Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architekt und Ingenieur konnten wir bereits einen Eindruck für das spätere Berufsleben erhalten. Wir haben von Beginn an versucht alle Aufgaben auch durch die Sichtweise des jeweiligen anderen Fachbereichs zu sehen und zu verstehen. Dabei haben wir uns – obwohl wir uns gerade erst kennengelernt haben – direkt als Team verstanden und uns schnell angefreundet. Das gute persönliche Verhältnis sowohl in als auch außerhalb der Uni hat dabei sehr zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit beigetragen.

Bild: Bäcker, Ebbert, Langkamp visualisierung-4-dachterrasse-_kopieWas bedeutet es für Euch, Ingenieur/in oder Architekt/in zu werden?
Architekt und Ingenieur zu sein bedeutet für uns, unsere Umwelt nach unseren Vorstellungen mitgestalten zu dürfen. Innovative Ideen entwickeln zu können, die das Leben für unsere Mitmenschen angenehmer machen. Einige Ideen die wir in Zukunft als fertige Architekten und Ingenieure entwickeln werden, könnten schon bald umgesetzt werden. Dabei wollen wir bei den neuen Anforderungen die auf uns zukommen, nicht unseren Spaß an der Arbeit verlieren. Wir haben alle ein großes Interesse daran, uns mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln. Daher hoffen wir, dass auch in Zukunft immer wieder knifflige Aufgaben in unserem Arbeitsalltag vor uns stehen.

Wollt ihr mehr erfahren über den Wettbewerb? Den Sonderpreis Wohnen 4.0: Technische Gebäudeausrüstung gab es für ein besonders gelungenes Konzept zur technischen Gebäudeausrüstung. Die zweitplatzierten haben sich gedacht: Wohnen 4.0: unverhofft kommt oft. Erfahrt mehr über ihr Konzept und warum sie beim Wettbewerb mitgemacht haben.

andrea-kreitschDas Interview führte: Andrea Kreitsch
Position beim VDI: Presse-Volontärin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne und externe Kommunikation

Kommentare & Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*