Der Ingenieur in der Digitalen Transformation

„Die menschenleere Fabrik wird es nicht geben.“

Im Rahmen unserer Blogreihe „Der Ingenieur in der Digitalen Transformation“ haben wir einen Blick hinter die Kulissen von Miele & Cie. KG geworfen. Die Digitalisierung bietet Miele unzählig viele neue Möglichkeiten. Das „Internet of Things“ beeinflusst Produkte, Produktionsprozesse und Geschäftsmodelle. Wie sich die Digitale Transformation auf die Produkte und die Arbeit in der Produktion im Unternehmen auswirkt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Bild: shutterstock_768026419miele_blog_beitragsbild

Stefan Breit, Geschäftsführer Technik der Miele Gruppe, ist der Auffassung: „Der Kern der Digitalen Transformation liegt in der Vernetzung.“ Denn durch die Kombination von Produkten, Technologien und angrenzenden Prozessen entstünden neue Lösungen, die im Markt und in der Belegschaft gleichermaßen erfolgreich seien. Mittlerweile sind 23 Milliarden Dinge auf der Welt „smart“, also vernetzt. Bei Miele gebe es rund 400 vernetzungsfähige Produkte. Zum Beispiel bietet Miele Geräte mit unterschiedlichen weitergedachten Services an, wie Waschmaschinen, die automatisch neues Waschmittel ordern, wenn sich der Vorrat dem Ende neigt.

„Aber die Digitalisierung revolutioniert nicht nur Produkte, sondern auch die Produktion“, so Breit. Derzeit arbeitet Miele an dem Projekt „SmartF-IT“. Dieses Projekt ist Mieles Flaggschiff für die Industrie 4.0. Im Zentrum des Projekts steht eine Dampfgarer-Montage. Ein Dampfgarer ist ein Gerät zum Dämpfen von Lebensmitteln. Hierbei werden rohe Lebensmittel unter Wasserdampf besonders schonend gegart. Für die Produktion dieses Geräts gibt es in der Halle ein Hallen-GPS-System, das darüber informiert, welcher Mitarbeiter gerade an welchem Produkt arbeitet. Eine Werker-App führt durch die jeweilige Montage, eine Reparatur-App schlägt eine passende Lösung vor und der Werker kann die Fehler direkt aufnehmen. Das hat eine immense Produktivitätssteigerung zur Folge.

„Die menschenleere Fabrik wird es trotzdem nicht geben, wohl aber veränderte und neue Tätigkeiten“, so Stefan Breit. Mit dem Wandel der Arbeit befasst sich das Unternehmen derzeit ebenfalls stark. „Wir müssen uns genau anschauen, was das für Miele als Arbeitgeber bedeutet und unsere Ausbildungen neu ausrichten.“ Die Miele & Cie. KG produziert seine Elektro- und Haushaltsgeräte an 12 Standorten in Deutschland und im europäischen Ausland.

Hanna_Büddicker_VDI1Das Interview führte: Hanna Büddicker
Position beim VDI: Pressereferentin
Aufgabe im VDI: PR und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

 

 

6490-dit-2007-key-visual-smart-germany-vdi-blog-702x363pxDie Interviewreihe im Rahmen des VDI-Jahresthemas „SMART GERMANY – Arbeit in der Digitalen Transformation“ beleuchtet den Einfluss der Digitalisierung auf das Berufsbild Ingenieur. Wie arbeiten Ingenieure in der digitalisierten Arbeitswelt? Weitere Informationen zu #Arbeit40 finden Sie unter http://www.vdi.de/arbeit40

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