Karriereberater auf der Hannover Messe 2018

„Weitgespannte Neugier und frühzeitige Orientierung sind in jedem Fall eine gute Empfehlung“

Gerade für Berufseinsteiger ist es oft schwierig zu wissen, welche Fähigkeiten und Kenntnisse eine Firma wirklich sucht. Sollte man sich eher spezialisieren oder breit aufstellen? Ist es besser viele Praktika zu absolvieren oder eher weniger und dafür zielgerichteter? Unser Karriereberater Werner Schulze gibt euch nützliche Tipps, für den erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Als „gelernter Personalentwickler“ bin ich nun seit über 25 Jahren als Personalberater damit beschäftigt, die passenden Kandidaten für anspruchsvolle Aufgaben in Unternehmen zu finden und zu gewinnen. Die Gestaltung dieses Matching-Prozesses zwischen Anforderungsprofil hier und persönlichen Kompetenzen und Erfahrungen dort fordert meine Neugier auf Menschen ebenso heraus wie das Interesse an Organisationen und Technik. Bei CAPERA verstehen wir uns Berater für beide Seiten in diesem Prozess.

Warum engagieren Sie sich im Rahmen der Hannover Messe in Sachen Karriereberatung am VDI-Stand?

Wenn man sich für Menschen interessiert, ist ein „Bewerbungsgespräch“ oft auch ein Beratungsgespräch für den Kandidaten oder die Kandidatin. Karriereberatung gehört deshalb auch zu unserem Angebot und wir stellen es dem VDI und seinen Mitgliedern als wichtigen Partnern in unserem Geschäft gern zur Verfügung. Immer wieder sind aus diesen Gesprächen beidseitig interessante Verbindungen und Projekte entstanden.

Was ist Ihr „Spezialgebiet“ wenn es um die Beratung geht?

Neben einer generellen Fokussierung auf gern mittelständische, meist technikgetriebene, entwickelnde und produzierende Unternehmen hat sich bei mir ein Schwerpunkt im Bereich Vision Technologies ausgeprägt. In diesem schnell wachsenden Marktsegment ging es immer wieder darum, fehlende ausdrückliche Funktions- oder Branchenerfahrung durch kreativen Zugriff auf transferierbare Kompetenzen zu kompensieren.

Was raten Sie Studierenden, wie sie sich bestmöglich auf den Berufseinstieg vorbereiten können?

Weitgespannte Neugier und frühzeitige Orientierung sind in jedem Fall eine gute Empfehlung. Da neben den fachlichen Kompetenzen natürlich sehr oft nach einschlägigen Erfahrungen gefragt wird, empfehle ich, Studentenjobs oder Praktika in einschlägigen Unternehmen zu suchen. Das hilft natürlich auch bei der eigenen Orientierung.

Wie beurteilen Sie die Rolle der sozialen Medien im Bewerbungsprozess?

Die „professionellen“ Social Media Xing und LinkedIn sind heute für alle Beteiligten im Recruiting-Prozess ein unabdingbar wichtiges Werkzeug. Für den/die Bewerber/in gilt es, sich damit zu beschäftigen und das eigene Profil geschickt zu gestalten, aber auch die Informationsmöglichkeiten, zum Beispiel über Unternehmen, extensiv zu nutzen.

 Welche drei Dinge sollten Bewerber unbedingt mitbringen, wenn sie die Karriereberatung am VDI-Stand nutzen möchten?
– Lebenslauf und Informationen über weitere Erfahrungen, ggf. Zeugnisse
– Ein Set von gezielten Fragen hilft Zeit zu sparen.
– Offenheit und Bereitschaft, auch ein (wohlwollend!) kritisches Feedback anzunehmen.

Karriereberatung speziell für VDI-Mitglieder gibt es auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Hannover Messe vom 23. bis 27. April auf dem VDI-Stand. Wer noch kein Mitglied ist, kann das schnell und einfach werden. Diese Vorteile hat eine Mitgliedschaft im größten Ingenieurverein Europas. Hier haben wir noch 10 Gründe fur Euch, warum Ihr den VDI auf der Hannover Messe besuchen solltet. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Das Interview führte: Julia Rosek
Aufgabe beim VDI: Karriereberatung

 

 

 

 

Kommentare & Pingbacks

3 Gedanken zu “„Weitgespannte Neugier und frühzeitige Orientierung sind in jedem Fall eine gute Empfehlung“

  1. Berufseinsteiger sollen sich gut auf die Bewerbungsphase nach dem Studium vorbereiten, aber auch die Entscheider sollten sich darüber informieren was die Kandidaten wollen. Ich habe mich vorher und auch schon während des Produktionstechnik Studiums für Prozessoptimierung und Optimierung insgesamt interessiert und das hat sich wie ein Leitfaden durch meine berufliche Laufbahn gezogen. In dem Bereich bin ich dann auch später gelandet, aber schwierig war der Weg trotzdem, weil Entscheider oft keine Vision haben und nur nach vermeintlichen Fakten entscheiden. Ich wünsche mir bei Entscheidern mehr Mut und mehr Menschenkenntnis.

    • Hallo Herr Dogan,
      vielen Dank für Ihre Tipps. Natürlich gehören zu einem Vorstellungsgespräch immer zwei Fraktionen. Hier sollten Personalverantwortliche natürlich nicht nur nach reinen Fakten entscheiden, sondern auch den menschlichen Aspekt entsprechend hoch gewichten.

  2. Pingback: Karrieretipp des Monats: Brüche im Lebenslauf | VDI 

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