VDI-Karrieretipp des Monats

Ran an den Hörer: Mit klarer Stimme zum Vorstellungsgespräch

Sie haben Ihre Unterlagen eingereicht und wurden zu einem ersten Telefoninterview eingeladen? Herzlichen Glückwunsch, dies ist ein gutes Zeichen und Sie sind im Bewerbungsmarathon eine Runde weiter! Für die bevorstehende Einladung zum Vorstellungsgespräch müssen Sie nur noch Ihren Gesprächspartner von sich überzeugen – am besten mit Ihrer Stimme.

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Mit unserer Stimme begeistern, trösten, ermutigen oder bewegen wir uns oder andere Menschen. Ihre Sprechatmung, Ihre Stimmhöhe, Ihr Stimmklang oder auch das Tempo, das Sie wählen, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Mit der richtigen Vorbereitung und einigen Tricks steht Ihrem Vorstellungsgespräch nichts mehr im Wege.

Vorbereitung ist das A und O

Auf ein Telefoninterview können Sie sich gut vorbereiten. Sammeln Sie, wie vor einem Vorstellungsgespräch, die wichtigsten Informationen über das Unternehmen. Welche Produkte/Leistungen werden verkauft, welche Aufgaben standen in der Stellenanzeige, wie ist die Firmenstruktur? Natürlich können Sie auch nach Ihrem Gesprächspartner, z.B. auf Xing, suchen, um weitere Informationen zur Person zu sammeln. Bereiten Sie die meistgestellten Standardfragen vor und notieren Sie sich wichtige Eckdaten vorab. Notieren Sie auch Fragen, die Sie an das Unternehmen stellen möchten, um Ihr Interesse während des Gesprächs zu bestärken. Überprüfen Sie Ihr Telefon. Ist der Akku geladen? Haben Sie ausreichend Empfang, wenn Sie über das Handy telefonieren? Schalten Sie alle Störquellen aus. Ein öffentlicher Ort wie z.B. ein Café eignet sich für das Führen eines Telefoninterviews nicht. Suchen Sie sich einen ruhigen, ungestörten Ort. Informieren Sie vorab PartnerIn, Familie oder Freunde, dass sie nicht erreichbar sind.

Auch Ihre Stimme können Sie vorab trainieren: Atmen Sie vor dem Beginn des Telefonats aus. Eine aufrechte Körperhaltung trägt außerdem zu einem optimalen Stimmklang bei. Lächeln Sie! Das Lächeln wird sich auf Ihre Stimme ausbreiten. Ein paar Sprechübungen vorab können hilfreich sein.

Während des Gesprächs

Präsentieren Sie sich wie im Vorstellungsgespräch: von Ihrer besten Seite. Begrüßen Sie Ihren Ansprechpartner freundlich. Ein kurzer Smalltalk lockert das Gespräch auf und minimiert Ihre Nervosität. Sprechen Sie klar, deutlich und formulieren Sie Ihre Sätze durchweg positiv. Reden Sie nicht schlecht über Ihre bisherige Arbeit, dies hinterlässt keinen guten Eindruck bei Ihrem Ansprechpartner. Am Ende fragen Sie nach, wie der weitere Bewerbungsprozess aussieht und bedanken sich für das Gespräch.

Und wenn es plötzlich klingelt?

Telefoninterviews sind üblicherweise terminiert. Es ist jedoch möglich, dass das Telefonat nicht vorher angekündigt oder vereinbart wurde. Stellen Sie sich daher während Ihrer Bewerbungsphase auf spontane Anrufe Ihres zukünftigen Arbeitgebers ein. Melden Sie sich lieber förmlicher als gewohnt, wenn Sie an Ihr Telefon gehen.  Und wenn es klingelt? Melden Sie sich am Telefon mit Ihrem Vor- und Nachnamen und einer der Tageszeit angemessenen Begrüßung (Bsp. Guten Morgen, Guten Tag, Grüß Gott). Falls der Interviewer zur „Unzeit“ anruft und Sie sich der Situation nicht gewachsen fühlen, empfehle ich, dass Sie sich sammeln und authentisch antworten. (Bsp. Sie sind/waren gerade im Freien bei der Gartenarbeit) – dann sagen Sie dies Ihrem Gesprächspartner und überlassen ihm die Entscheidung über die weitere Vorgehensweise. Möchte er das Telefonat führen, sammeln Sie sich und lassen sich darauf ein. Die schlechteste Lösung ist von sich aus zu sagen, dass Sie das Telefonat gerade nicht führen möchten.

Zum Autor: Klaus Strecker ist Personalberater und gehört zu rund 80 VDI-Karriereberatern, die gemeinsam mit Ingenieuren ihre Bewerbungen, Zeugnisse checken oder Tipps geben.

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