4 Erfolgskriterien

Richtig Automatisieren

Immer mehr Unternehmen automatisieren Aufgaben entlang ihrer Wertschöpfungskette mit kollaborierenden Robotern. Jenseits der Schutzzäune arbeiten diese Hand in Hand mit den Werkern und nehmen ihnen monotone und anstrengende Tätigkeiten ab. Damit das funktioniert, müssen die Roboter mit dem richtigen End-of-Arm-Tooling (EoAT) ausgestattet sein – also mit Greifern, Werkzeugen und Sensoren, die auf den Roboterarm montiert werden. Erst diese Komponenten machen aus dem Roboter eine kollaborative Applikation.

Bild: OnRobot

Björn Milsch

Der Markt für EoAT wächst unaufhaltsam: Laut Angaben der International Federation of Robotics (IFR) soll sich sein globales Umsatzpotenzial bis 2023 auf 1,4 Mrd. Euro vervierfachen. Das wachsende Angebot macht es für Endanwender schwieriger, die passende Technologie zu finden. Systemintegratoren sollten ihre Kunden daher gerade an dieser Stelle gut beraten. Über alle Branchen hinweg hilft die Beachtung dieser vier Kriterien, die richtige Entscheidung zu treffen:

1. Kompatibilität mit verschiedenen Herstellern
Im einzelnen Fertigungsszenario hängt die Wahl des jeweiligen EoAT primär von Faktoren wie der Werkstückbeschaffenheit und der zu automatisierenden Tätigkeit ab. Darüber hinaus empfiehlt es sich grundsätzlich, Endeffektoren zu wählen, die mit den Produkten verschiedener Roboter-Hersteller kompatibel sind.
So sind Nutzer bei der Automatisierung ihrer Vorgänge flexibler und profitieren von einer breiteren Auswahl an passenden Lösungen. Neue Aufgabenfelder lassen sich leichter automatisieren, weil mehr kompatible Produkte zur Verfügung stehen.

Bild: OnRobot

2. Schnelle Inbetriebnahme
Je unkomplizierter sich ein Roboter in Betrieb nehmen lässt, desto schneller macht sich sein positiver Einfluss auf Prozessdauer, Produktivität und Produktqualität bemerkbar. Durch Plug & Produce-Lösungen kann die Amortisationszeit um bis zu einem Drittel verkürzt werden. Außerdem sorgt eine kurze Integrationszeit dafür, dass die Prozesse nach der Implementierung des Roboters schnell wieder anlaufen können. Produktionsausfälle bleiben also weitestgehend aus.

Bild: OnRobot

3. Einfache Bedienbarkeit
Lassen sich die Applikationen einfach bedienen, benötigen Mitarbeiter zudem keine Programmierkenntnisse, um sie selbständig steuern zu können. Dies spart Zeit bei der Einarbeitung und ermöglicht auch Werksmitarbeitern, die keine IT-Profis sind, schnell damit umgehen zu lernen. Der Roboter kann die Werker direkt dort unterstützen, wo seine Hilfe gebraucht wird, und sie damit entlasten. Dies fördert zugleich die Akzeptanz der Automatisierungsmaßnahmen unter den Mitarbeitern.
Eine unkomplizierte Handhabung geht zudem mit kurzen Umrüstzeiten einher, was gerade angesichts variabler Produktionslayouts von Vorteil ist: Durch innovatives EoAT können Werker denselben Roboter ohne großen Zeitverlust für unterschiedliche Aufgaben einsetzen.

4. Ausgereifte Sensorik & Software
Der Begriff EoAT umfasst mittlerweile nicht mehr nur bloße Greifwerkzeuge: Auch Software und Sensorik zählen zum funktionalen Robotik-Zubehör und machen den Endeffektor smart. Damit ausgestattet können Roboter Aufgaben übernehmen, die aufgrund des nötigen Feingefühls lange dem Menschen vorbehalten waren, z.B.:

• Feinmontage
• Platinenbestückung
• Oberflächenbehandlung

Auch Verpackung und Palettierung sind ein mögliches Anwendungsfeld. Der dänische Kräuterspezialist Rosborg Food Holding etwa setzt hierfür einen kollaborativen Greifer ein. Montiert auf einen Roboterarm, verpackt dieser Gewürzkräuter in Kartons und nimmt den Mitarbeitern repetitive Handgriffe ab.
Rosborg kann dank der effizienteren Abläufe günstiger produzieren. All dies gelingt nur, weil der smarte Greifer seinen Griff anpassen und den Kraftaufwand situativ dosieren kann. So ist er in der Lage die empfindlichen Kräuter zu fassen, ohne sie zu zerquetschen.

Bild: OnRobot

Die Applikation als Ganzes betrachten
Um Robotiklösungen flexibel einsetzen zu können, sollten Anwender Technologien mit herstellerübergreifender Anschlussfähigkeit wählen. Leicht zu integrierende Modelle sorgen für einen schnellen ROI und unmittelbare Entlastung der Mitarbeiter. Eine einfache Handhabung hilft diesen, die Roboter selbst zu steuern und schnell für verschiedene Aufgaben umzurüsten. Modelle mit leistungsstarker Sensorik und intelligenter Software erweitern zudem das Einsatzspektrum der Roboter.
Letztlich lässt sich der größte Mehrwert bei jedem Automatisierungsprojekt vor allem dadurch erzielen, stets die Applikation als Ganzes im Blick zu haben. Am einfachsten funktioniert dies, wenn alle Lösungen aus einer Hand kommen.

OnRobot:
OnRobot hat seinen Sitz in Odense, Dänemark, und stellt Hard- und Software-Technologien für Lösungen her, die bei kollaborativen Robotern, den Cobots, verwendet werden. OnRobot entwickelt Greifer, Sensoren und sonstige Cobot-Ausrüstung, die den Einsatz der Technologie in verschiedenen Anwendungsbereichen wie Verpackung, Qualitätskontrolle, Materialbeförderung, Maschinenwartung, Montage und Schweißen ermöglicht.

Bild: OnRobotAutor: Björn Milsch ist General Manager DACH & Benelux bei OnRobot.

 

 

 

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Kontakt: Matthias Weidemann, Technical Support Engineer DACH & Benelux, dach-benelux@onrobot.com

 

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