Tag des Ehrenamts am 05. Dezember

Austausch, Zusammenhalt und persönliche Entwicklung

„Ohne sein starkes Ehrenamt wäre der VDI kein starker Verein. Ein herzlicher Dank geht insbesondere heute, am Tag des Ehrenamts, an all jene, die sich im VDI ehrenamtlich engagieren“, sagt Dipl.-Ing. Dieter Westerkamp, Bereichsleiter VDI Technik und Gesellschaft. Aber warum wird man überhaupt im VDI ehrenamtlich aktiv? Und aus welchen Gründen bleibt man es oft viele Jahre lang? 

Bild: Rawpixel.com/Shutterstock.com

Das haben wir einige unserer ehrenamtlich Aktiven gefragt – und siehe da: Gründe fürs Ehrenamt gibt es offensichtlich sehr viele. Hier einige Stimmen:

Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Michael Weyrich, Leitung des Instituts für Automatisierungstechnik und Softwaresysteme, Univ. Stuttgart und in der dritten Amtsperiode ehrenamtlich im Vorstand der VDI/VDE GMA: 

„Mich motiviert und begeistert das Netzwerk, der Anschluss an die Community und insbesondere die Gestaltung von Trends und Technologiethemen. Dabei machen die vielen Kontakte sowie die Initiativen zum Austausch zwischen der Praxis und der akademischen Welt Spaß und sind gleichzeitig relevant für den Erfolg der deutschen Automatisierungstechnik.“

Dr. Kurt D. Bettenhausen, Mitglied im Vorstand der Harting Technologiegruppe und beim VDI aktiv in der Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik sowie der Digitalen Transformation

„Meine erste Teilnahme an einem Fachausschuss fand 1991 auf freundlichen Hinweis meines späteren Dr.-Vaters Prof. Tolle statt: Da entstehe ein neuer Fachausschuss zu dem Thema, auf dem ich forsche – da solle ich mal hinfahren. Seit diesem Impuls habe ich mich immer wieder gerne im VDI engagiert. Dabei habe ich viele interessante Menschen kennengelernt. Trends frühzeitig identifizieren oder gar mitgestalten zu können und unter dem Strich sehr vieles mitnehmen zu können – beruflich wie persönlich –, finde ich toll.“

Dr. Rolf Klausmann, Partner bei CN St. Gallen Personalberatung und seit 8 Jahren ehrenamtlich VDI-Karriereberater:

„Jüngeren Leuten bei der beruflichen Weiterentwicklung oder der Neuausrichtung ihres Berufsweges helfen zu können, motiviert mich seit vielen Jahren meine Erfahrung bei der Ausrichtung der Karriere- und Bewerbungsstrategie zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich erweitere ich mit jedem Beratungsgespräch und mit neuen interessanten Fragen auch meinen eigenen Erfahrungsschatz und komme mit vielen interessanten und hoch motivierten Gesprächspartnern zusammen.“

Natalie Mayer, Leiterin der Projektgruppe Kongress 2020, SuJ:

„Der VDI ist für mich viel mehr als nur ein Verein, der uns fachlich voranbringt. Der VDI ist Gemeinschaft, Zusammenhalt und persönliches Wachsen. Aus jeder Veranstaltung, die ich mit ausrichten darf, gehe ich ein kleines Stück erfahrener und stärker heraus. Das prägt das persönliche Auftreten sowie das Selbst- und Fremd-Management in allen Bereichen des persönlichen und beruflichen Lebens.“

Hartmut Hardt, Rechtsanwalt und Mitglied im Vorstand der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik:

„Ehrenamt im VDI bedeutet für mich mit ausgesucht höflichen Menschen Kompetenzen auszutauschen. Dabei sehr viel zu lernen, eigene Wertvorstellungen in ein gemeinschaftliches Werk einbringen zu können und von freundlichen und hilfsbereiten hauptamtlichen Mitarbeitern bestmöglich unterstützt zu werden. Hier ist das Vergnügen am Miteinander der Motor des Handelns.“

Prof. Dr.-Ing. Uwe Franzke, Geschäftsführer im ILK Dresden und seit 2009 im Vorstand der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik

„In meiner beruflichen Tätigkeit stehen Innovationen und technische Weiterentwicklungen im Vordergrund. Die ehrenamtliche Mitarbeit im VDI bietet mir ein breites Netzwerk für einen intensiven Gedankenaustausch mit den verschiedenen Interessensvertretern der Gesellschaft. Die offene und kritische Fachdiskussion in den Ausschüssen und Gremien des VDI eröffnet mir die Möglichkeit, dass berufliche Wissen für das Gemeinwohl einzusetzen.“

Marina Schlünz, Mitglied des Präsidiums im VDI:

„Seit über 25 Jahren bin ich im VDI ehrenamtlich aktiv, zur Zeit als Mitglied des Präsidiums. Immer in dem Bestreben als Ingenieurin dazu beizutragen, unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Das Ehrenamt im VDI bietet dafür ein kompetentes Netzwerk zu Kolleg*innen anderer Hochschulen, zu Wirtschaft und Industrie, eine hilfreiche Unterstützung auch für den Beruf als Professorin an der Hochschule Hannover. Und nicht zuletzt: es macht mir Freude, gemeinsam zu gestalten!“

Prof. Isabelle Franzen-Reuter, FH Münster und seit 2020 stellvertretende Vorsitzende der Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) im VDI und DIN:

„In technischen Regeln beschreiben wir den Stand der Technik. Die Einbeziehung der Technischen Regeln in die Gesetzgebung, z.B. wird in der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft) auf über 100 VDI-Richtlinien und DIN-Normen verwiesen, sichert die einheitliche Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen. Mich in den Standardisierungsprozess zur Luftreinhaltung inhaltlich einzubringen und ihn aktiv mitzugestalten ist für mich beruflich und auch persönliche eine große Bereicherung.“

Dr.-Ing. Marc Pauwels, Geschäftsführender Gesellschafter Krehl & Partner, seit 1994 im VDI Ehrenamt, momentan als Vorsitzender der VDI-GPP:

„Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn konnte ich unwahrscheinlich viel durch die Gremienarbeit lernen und ich konnte ein starkes Netzwerk aufbauen. Dies hört selbstverständlich nie auf, aber heute gebe ich auch gerne mein Wissen und meine Erfahrung weiter, damit wir in einem starken Team unsere Themen weiterbringen und im Sinn des VDI einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.“

Redaktion: Sonja Bosso, Referentin Digitale Kommunikation und Social Media

 

 

 

Weitere Informationenhttps://www.vdi.de/ehrenamt

Fakten zum Ehrenamt im VDI (als Grundlage dient das Jahr 2019):

  • 45 Bezirksvereine
  • 15 Landesverbände
  • ca. 498 Arbeitskreise in den Bezirksvereinen
  • ca. 94 Bezirksgruppen
  • Veranstaltungen aller BVs gesamt: 4.677
  • Teilnehmer von BV-Veranstaltungen: 177.704
  • 12 Fachgesellschaften
  • 570 bundesweite Fachgremien mit 10.000 aktiven ehrenamtlichen Experten
  • 240 neue bzw. aktualisierte VDI-Richtlinien

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Ein Gedanke zu “Austausch, Zusammenhalt und persönliche Entwicklung

  1. Im Gegensatz zum DIN ist die freie Mitarbeit in den Arbeitsgruppen und Gremien des VDI kostenlos. Der VDI räumt hier dankenswerter Weise dem freiwilligen Engagement für den technischen Fortschritt einen höheren Stellenwert (im Gegensatz zum DIN) ein.
    Er erzielt damit eine breitere und damit fundierte Basis für seine Arbeit und vermeidet den Einfluss von Lobbyisten, die ihre Vorstellungen und Ziele durchsetzen wollen.

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