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Bild: RossHelen/Shutterstock.com
Gesundheit Digitalisierung

AusblickFünf Trends für die Zukunft des Gesundheitswesens

Vom Herzschrittmacher bis zum Röntgengerät: Der medizinische Fortschritt hat dafür gesorgt, dass wir länger und gesünder leben. Ein Ausblick, mit welchen neuen Ansätzen wir in Zukunft rechnen können.

Trend #1: Telemedizin und der digitale Arztbesuch

Der Trend zur digitalen Behandlung hat in Zeiten der Corona-Pandemie einen deutlichen Aufwind erfahren. Hauptmotiv war es, volle Wartezimmer inklusive des dortigen Ansteckungsrisikos zu vermeiden. Doch die Telemedizin wird auch in Zukunft einen festen Platz in der Versorgung haben. Selbst in ländlichen Regionen, wo die nächste Arztpraxis mitunter Kilometer entfernt ist, lassen sich so die Versorgung gewährleisten sowie gleichzeitig Fahrtwege und Wartezeiten reduzieren.

Trend #2: Bessere Entscheidungen dank solider Daten

Ob Krankheitsgeschichte oder mögliche Allergien: Für eine gute Behandlung ist es entscheidend, dass Ärztinnen und Ärzte alle relevanten Informationen ihrer Patientin oder ihres Patienten vorliegen haben. Zukünftig könnte dies durch eine individuelle, elektronische Patientenakte mit allen wichtigen Dokumenten deutlich einfacher werden. Zudem könnten IT-Lösungen medizinisches Personal bei der Interpretation von Daten unterstützen – etwa, wenn es um die Erkennung von Hautkrebs oder den Abgleich von Röntgenaufnahmen geht.

Trend #3: Mensch-Maschine-Kommunikation

Der Dialog zwischen Menschen und Maschinen läuft nicht immer ganz reibungslos. Jeder von uns kennt die Frustration, wenn der vermeintlich so intelligente Computer mal wieder nicht versteht, was er tun soll. Mit sogenannten Brain-Computer-Interfaces könnte bald schon die direkte Informationsübertragung zwischen Gehirn und Computer möglich sein. Zugutekommen könnte dies beispielsweise körperlich behinderten Menschen, die so per Gedanken etwa einen Rollstuhl oder künstliche Gliedmaßen steuern können.

Trend #4: Sensorik und Technik, die unter die Haut geht

Auch dieser Trend baut auf die Verbindung zwischenMensch und Maschine, konkret durch den Einsatz von drahtlosen Sensoren, die am oder im Körper angebracht werden. Dort können sie beispielsweise den Cholesterin- oder Insulinspiegel oder auch weitere Daten, wie Herzfrequenz und Blutdruck messen – und bei kritischen Werten Alarm schlagen. Gerade bei der Behandlung von chronischen Krankheiten bietet dies große Potenziale.

Trend #5: Das Labor für zu Hause

Ob klassisch mit Stäbchen oder per „Lolli“-Test: Corona-Selbsttests gehörten in den vergangenen zwei Jahren bei vielen Menschen zum Alltag. Die Vorteile dabei liegen auf der Hand, ermöglichen sie doch eine schnelle und einfache Testung. In Zukunft könnte das „Heimlabor“ auch bei der Erkennung weiterer Krankheiten zum Einsatz kommen. Neben Teststäbchen könnten bei den Messungen sogar Tools wie intelligente Spiegel zum Einsatz kommen.

Hinweis: So kann die Medizintechnik #in10Jahren aussehen

Wer mehr zum Thema wissen möchte, der sollte gleich mal in unsere neue Podcast-Folge reinhören!

Unser Autor

Benno Herrmann, Technologieberater im Bereich Gesundheit, Nachhaltigkeit und Energie, VDI TZ

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